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15. Juli 2017

FRAGEN SIE NUR!: Vorsicht bei Topfpflanzen

Sind Blumen im Krankenzimmer
schädlich?

Schnittblumen können Patienten, die in einigermaßen guter körperlicher Verfassung sind, nichts anhaben. Auch nachts nicht. Es stimmt zwar, dass Blumen – wie alle Pflanzen – im Dunkeln Sauerstoff verbrauchen. Doch die Menge ist so gering, dass für den daneben liegenden Menschen noch genügend Luft zum Atmen bleibt. Eine reelle Gefahr geht allerdings von Topfpflanzen aus. Deshalb sind diese im Krankenhaus verboten. "Sie bergen das Risiko, dass mit der Zeit Schimmelpilze in der feuchten Erde anwachsen, die sich dann über Sporen verbreiten können", erklärt Winfried Ebner, Oberarzt im Institut für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene an der Uniklinik Freiburg. "Hiervon können immunsupprimierte Patienten, die in der Regel in allen Bereichen eines Krankenhauses behandelt werden, in infektiologischer Hinsicht gefährdet werden." Topfpflanzen in Hydrokultur sind bei guter Pflege weniger anfällig für Schimmel, weshalb sie in Wartebereichen oder Fluren der Kliniken stehen dürfen. Einzig auf Intensivstationen und in Zimmern mit Patienten mit sehr schwachem Immunsystem sind auch Schnittblumen verboten, weil diese Patienten nicht mit unbehandeltem Leitungswasser in Berührung kommen dürfen. Auf Intensivstationen ist zudem schlicht kein Platz für herumstehende Vasen.

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Autor: val