Medizinwissen

Werden Männer oder Frauen häufiger von Mücken gestochen?

Dennis Wolf

Von Dennis Wolf

Fr, 22. Dezember 2017 um 00:00 Uhr

Medizinmythen

Es ist ein subtiler Geschlechterkampf, der an lauen Sommerabenden regelmäßig aufflammt. Wer wird häufiger gestochen, Frauen oder Männer?

Die Wissenschaft liefert Antwort: Es sind die Männer, die häufiger Opfer von Mückenstichen werden und nicht die Frauen, denen viele das verführerischere Blut zusprechen.

Das hat jedoch weniger mit deren Geschlecht zu tun, als vielmehr mit der im Schnitt größeren männlichen Körperoberfläche. Mücken registrieren neben der Körperwärme auch ausgeatmetes Kohlendioxid sowie die Milchsäure, die sich im Körperschweiß befindet und dies immerhin auf eine Distanz von bis zu 30 Metern.

Eine größere Oberfläche bedeutet mehr Wärme, und mehr Milchsäure, und damit auch eine größere Wahrscheinlichkeit, von den kleinen Biestern aufgespürt zu werden. Diesen Effekt konnte man übrigens auch schon nachweisen. Eine Studie im Fachblatt Lancet, die im Jahr 2000 erschien, kam zum Ergebnis, dass schwangere Frauen doppelt so häufig von Mücken gestochen werden wie nicht-schwangere Kontrollpersonen. Der Grund, so vermuten die Autoren: Schwangere Frauen produzierten mehr Wärme und CO2.