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Warum ist Schnee manchmal pulvrig und manchmal pappig?

Henrike Berkefeld

Von Henrike Berkefeld

So, 13. Januar 2019 um 07:30 Uhr

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Pulverschnee hat keinen Zusammenhalt. Aus ihm lässt sich weder ein Schneeball formen noch ein Schneemann bauen. Unter diesen Umständen wird er zum klebrigen Pappschnee.

"Bei trockener Luft und Temperaturen unter minus zwei Grad Celsius fällt lockerer Pulverschnee mit vielen Lufteinschlüssen und Kristallen, die nicht miteinander verkleben", erklärt Hanns Ulrich Kümmerle vom Deutschen Wetterdienst in Freiburg. Pulverschnee hat keinen Zusammenhalt. Aus ihm lässt sich weder ein haltbarer Schneeball formen noch ein anständiger Schneemann bauen.

Fallen hingegen große Schneeflocken vom Himmel, ist das ein Zeichen für Pappschnee: "Bei Temperaturen nahe null Grad und hoher Luftfeuchtigkeit verkleben die Eiskristalle durch kleinste an den Kristallen haftende Wassertröpfchen zunehmend miteinander", so Kümmerle. Perfekt für Schneeballschlachten. Steigende Temperaturen können Pulverschnee auch in Pappschnee überführen, denn dann verkleben die Schneekristalle ebenfalls durch entstehende Wassertröpfchen miteinander.

Geht das bei sinkenden Temperaturen auch andersherum? Das nicht. "Gefrieren die Wassertröpfchen im Pappschnee durch sinkende Temperaturen wieder, entsteht eine sehr feste trockene Schneeverbindung die als Harsch bezeichnet wird", so Kümmerle. Hieraus lassen sich meist nur eisähnliche, scharfkantige Platten brechen.
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