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Warum sind Zebrastreifen quer gestreift und nicht längs?

Valérie Labonté

Von Valérie Labonté

Di, 21. November 2017 um 16:41 Uhr

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Die Querstreifen wurden Ende der 1940er Jahre in Großbritannien entwickelt, als der motorisierte Verkehr zunahm und es für Fußgänger immer riskanter wurde, die Straße zu überqueren.

Die Gestaltung des Zebrastreifens ist im "Wiener Übereinkommen über Straßenverkehrszeichen" von 1968 festgelegt, an das die Bundesrepublik Deutschland gebunden ist, wie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur verlauten lässt. Das Übereinkommen dient dazu, durch die internationale Vereinheitlichung von Verkehrszeichen den Straßenverkehr sicherer zu machen. Es sieht vor, dass, "um Fußgängerüberwege zu markieren, vorzugsweise ziemlich breite Streifen parallel zur Fahrbahnachse anzubringen" sind.

Die Querstreifen wurden Ende der 1940er Jahre in Großbritannien entwickelt, als der motorisierte Verkehr auf den Straßen zunahm und es für Fußgänger immer riskanter wurde, die Straße zu überqueren. Mitte der 1950er Jahre wurde der Zebrastreifen auch in die deutsche Straßenverkehrsordnung aufgenommen. Seit den 1960er Jahren haben Fußgänger am Zebrastreifen Vorrang, obwohl die Streifen quer zu ihrer Laufrichtung liegen. Dazu stellt Barbara Schönig, Professorin für Stadtplanung an der Bauhaus-Universität Weimar, fest: "Unsere Straßen folgen der Wahrnehmung von Autofahrern und der Idee des fließenden motorisierten Verkehrs. Deshalb müssen Fußgänger auch warten, bis sie über die Straße gehen können und nicht Autos – was uns ganz selbstverständlich erscheint, aber das vielleicht gar nicht ist."

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