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12. August 2017

Wir begreifen nicht, warum nicht längst ein Aufschrei durchs Land geht

Leider können wir Herrn Hupka kaum widersprechen, wenn er vom organisierten Selbstbetrug der Autofans als Nährboden für den organisierten Betrug der Autoindustrie schreibt. Auch wir begreifen nicht, warum nicht längst ein Aufschrei durchs Land geht, sondern die Zulassungszahlen (gerade dicker und schneller Autos) weiterhin Rekorde feiern.

Allerdings erlauben wir uns, am eigenen Beispiel aufzuzeigen, dass auch weniger vernarrte und um Umweltschonung bemühte Autobenutzer dem Betrug ausgeliefert sind. 2012 wollten wir uns ein neues Auto kaufen, das möglichst wenig die Umwelt belastet. Für ein teures Elektrofahrzeug fehlte uns leider das Geld. Ein Hybridfahrzeug scheiterte daran, dass wir damit keinen Anhänger benutzen konnten. Deshalb entschieden wir uns laut VCD-Liste für einen der angeblich sparsamsten Diesel: den Kleinwagen Fabia Green Line von Skoda.

Von Anfang an kontrollierten wir haargenau den Verbrauch und wurden bitter enttäuscht: Trotz sparsamer und vorausschauender Fahrweise verbrauchte der "Green-Liner" 35 Prozent mehr.

Leider ließen wir uns, statt das Auto wegen dieses Mangels zurückzugeben, auf unerfreuliche und verschleppende Auseinandersetzungen mit dem Skodahändler und Skoda Deutschland als Hersteller ein. Im Februar 2016 erhielten wir dann, wie befürchtet, die Mitteilung, dass unser Auto auch "von einer Software betroffen ist, durch welche die Stickoxidwerte ...optimiert werden."

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Das bedeutet: Wir fahren (leider) mit einem dreckigen Diesel mit hohem Verbrauch, der unseren Geldbeutel, die Umwelt und die Gesundheit unserer Mitmenschen übermäßig belastet. Wir können nur Folgendes tun: Möglichst wenig Auto fahren, möglichst oft öffentliche Verkehrsmittel benutzen, viel Rad fahren und wandern sowie sparen für ein E-Auto. Und uns einsetzen dafür, dass diesen Betrügern in der Autoindustrie endlich das Handwerk gelegt wird!

Margot und Wolfgang Pauli, Bahlingen

Autor: Margot und Wolfgang Pauli, Bahlingen