Mit Wasserstoff durchs Kandertal

Herbert Frey

Von Herbert Frey

Mi, 18. Juli 2018

Kandern

Heute Bürgerinfo der IG.

BINZEN/KANDERN (us). Die Frage, wie die Kandertalbahn als attraktives Verkehrsmittel für den Nahverkehr erschlossen werden kann, beschäftigt viele. Mit einem innovativen Vorschlag wartet die IG Pro Kandertalbahn auf (die BZ berichtete). Sie will das Kandertal als Teststrecke für sogenannte Hybridzüge vorschlagen, die statt mit Diesel, Benzin Strom, oder gar Kohle mit Wasserstoff angetrieben werden.

Auftrieb hat die Initiative dieser Tage erhalten, nachdem das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) in Berlin dem weltweit ersten Wasserstoff-Brennstoffzellenzug die Zulassung für den Passagierverkehr im öffentlichen Netz erteilt hat. Stolz ist auch der Hersteller der Coradia iLint, die Firma Alstom, dass ihr Zug nun ins Rollen kommt. Welche Möglichkeiten sich mit dem wasserstoffgetrieben Zug verbinden, zeigt die IG Pro Kandertalbahn heute Abend bei einer Bürgerinformation auf: Detlef Dittmann vom Unternehmen Alstom berichtet über "Neueste Hybridzüge auf Brennstoffzellen-Basis" und Irene Knauber vom Rheinfelder Versorger Energiedienst stellt das Pilotprojekt "Power to Gas" vor. Dritter Referent ist Verkehrsinfrastrukturplaner Peter Oehler, der aufzeigen will, wie sich eine S-Bahn auf der Entwicklungsachse Kandertal in das S-Bahnnetz der Agglomeration Basel integrieren ließe. "Alstom sucht für seine Hybridzüge mit Brennstoffzellentechnik Teststrecken", weiß die IG und hält das Kandertal dafür für besonders geeignet.

Die Bürgerinformation beginnt heute, Mittwoch, um 19 Uhr im Gebäude der Firma Resin (Reforum) in Binzen.