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15. Juni 2009 09:35 Uhr

Kurzschluss

17.000 Menschen von Stromausfall in Freiburg betroffen

Bis zu 30 Minuten ist im Freiburger Westen der Strom ausgefallen: Ampeln fielen aus, der Kaffee blie b kalt. An der Uniklinik mussten Blutkonserven gesichert werden. Mittlerweile fließt der Strom wieder.

  1. Das Überlandnetz war beim aktuellen Stromausfall nicht betroffen – doch etliche Haushalte in Freiburg hatten am Montagmorgen keine Power. Foto: ddp

Da wurden Erinnerungen wach an den großen Freiburger Stromausfall im November 2008: Montagmorgen – und plötzlich war der Strom weg. So erging es von 8.24 Uhr an 17.000 Menschen in den westlichen Freiburger Stadtteilen wie dem Stühlinger, Mooswald, Betzenhausen und Lehen. Auch Hochdorf war betroffen.

In 15.000 Haushalten gingen die Lichter nach wenigen Minuten aber wieder an: "Für die meisten war es ein dreiminütiger Ausfall, für einige wenige ein längerer", sagte Badenova-Pressesprecher Erich Möck der Badischen Zeitung. Dieser etwa halbstündige Stromausfall traf nach Angaben der Badenova 2000 Menschen in den Häusern und Betrieben entlang der Ensisheimer, Elsässer, Breisacher und Windaustraße. Um 9.06 Uhr gab es überall wieder Strom.

Kurzschluss löst Dominoeffekt aus

Ursache für den Blackout war ein Kurzschluss eines Transformators in der Linnestraße. In dem betroffenen Gebäude befindet sich die Telefon- und Mobilfunkversorgung für den gesamten südbadischen Raum. Er führte zu einem Stromausfall im Mooswald, Teilen Hochdorfs und Teilen der Uniklinik. Die Feuerwehr hatte nach Angaben der Stadt den Brand in der Trafostation der Telekom "in kürzester Zeit" unter Kontrolle. Durch einen Dominoeffekt seien weitere sechs Trafostationen im Westen ausgefallen.

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Zwei Einsätze an der Uniklinik

Die Folge waren zwei Einsätze an der Universitätsklinik. In der Tumorbiologie an der Breisacher Straße trat Rauch auf. Dabei handelte es sich um die Abgase der anlaufenden Notstromgeneratoren. Außerdem mussten im Blutkonservendepot im Haus Langehans der Uniklinik Kühlschränke mit wichtigen Blutkonserven gesichert werden. Die Feuerwehr Freiburg war mit 22 Kräften der Berufsfeuerwehr und 15 Kräften der Abteilungen Stühlinger und Unterstadt im Einsatz.

Autor: Karl Heidegger, Peter Disch