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26. September 2016

Günter Danksin: Müllheim ist eine "smarte City"

Werben für die Energiewende: Die Stadtwerke Müllheim-Staufen und beteiligte Firmen präsentierten moderne Technologien.

  1. Futuristisch: Unterwegs im E-Mobil. Foto: Münch

MÜLLHEIM (mps). Mit interessanten Themen bei den Vorträgen, mit der Vorstellung modernster Energietechnik und entsprechenden Fahrzeugen warben die Stadtwerke Müllheim-Staufen und die beteiligten Firmen für die Energiewende sowohl in der Müllheimer Innenstadt als auch in Staufen. Als "smarte City" bezeichnete Müllheims Beigeordneter Günter Danksin die Stadt wegen ihrer Zukunftsausrichtung in Sachen intelligenter, digital vernetzter Infrastruktur mit zukunftsweisenden Konzepten.

Symbolhafter konnte man den Ort für die Eröffnung des Energietages in Müllheim gar nicht wählen: Die Frick-Mühle, in der einst mit Wasserkraft Energie erzeugt und damit das Korn gemahlen wurde, dienste auch den verschiedenen Vorträgen im Anschluss an die Eröffnung. "Wir wollen Visionen entwickeln, wie 2030 oder 2050 die Energieversorgung ohne klimaschädliche Kohleverbrennung und ohne gefährliche Atomkraft gewährleistet werden kann", betonte Beigeordneter Günter Danksin. Als Beispiele nannte er das Beheizen der Gebäude, die Fahrzeugantriebe und die Straßenbeleuchtung. Dabei sei es längst kein Blick mehr in eine ferne Zukunft, die Lösungen seien durchaus präsent und warteten nur noch auf ihre Umsetzung. "Es geht darum, jetzt die nötigen Schritte zu tun, damit die lokale und regionale Energiewende gelingen kann", betonte Danksin. Neben der Endlichkeit fossiler Energiequellen sei auch der Ausstoß von klimaschädigenden Gasen Grund genug, einer schnelle und umfangreiche Energiewende anzustoßen. Dass der Klimawandel bereits angekommen ist, verdeutlichte der Beigeordnete mit verschiedenen Zitaten aus den Medien, die über die Folgen für den Wald, über die Auswirkungen extremer Regenereignisse und über die Folgen für die Landwirtschaft berichtet haben. Hagel, Starkregen, Hitze und Trockenheit in der Vegetationszeit und die zunehmende Zahl an Tropentage machten das Klima für die Landwirtschaft unberechenbar. Um die Folgen des Klimawandels in Grenzen zu halten, bedürfe es auf allen Ebenen – Danksin meinte global, national und regional – großer Anstrengungen. "Dafür haben wir hier bereits wichtige Grundlagen geschaffen", unterstrich der Beigeordnete. Als Beispiel nannte er die Stadtwerke, die ihren Strom ausschließlich aus regenerativer Produktion vermarkten und das "Alemannengas" konsequent durch Ausgleichsmaßnahmen wie Baumpflanzungen klimaneutral stellen würden. Danksin verwies auch auf die Bürgerenergiegenossenschaft (BEGS), die mit Solar- und Wasserkraft Energie produziere und demnächst auch in die Windenergie einsteige. Letztendlich bestünde für die Stadt die Aufgabe, die Bereiche regenerativer Erzeugung, intelligenter Netzstrategien und digital vernetzter Infrastruktur zu bündeln. Begriffe wie Smart Home, Smart Mobility oder Smart Living lassen auch nach den Worten Danksins zur Vision der "smarten City" zusammenfassen. Übersetze man den Begriff "smart" mit pfiffig und intelligent, dann sei Müllheim seit jeher "smart". Im Kontext der Energiewende seien integrierter, vernetzter und sparsamer Einsatz von Energie, entsprechende Konzepte und vernetzte Anwendungen gemeint. Der Beigeordnete nannte beispielsweise das Mobilitätskonzept, das Lösungen für alle Generationen erfassen soll. Als Beispiele nannte er den Ausbau des ÖPNV, den Aufbau von Infrastrukturen für Elektrofahrzeuge mit Elektrotankstellen und die Verbesserung des Radwegenetzes. Ein weiterer Aspekt: Die Straßenbeleuchtung nicht nur auf LED umzustellen, sondern intelligent durch Bewegungsmelder oder andere technische Einrichtungen ein- und auszuschalten. Künftig könnten E-Bikes oder Smartphones an den Straßenleuchten aufgeladen werden. Die Holzwärme-Hackschnitzelanlage als Wärmeversorgung, eine Rundum-Versorgung mit Breitband, Telekommunikation und High Speed Internet waren weitere Themen. Untermauert und vertieft wurden die Fakten rund um die Stadtwerke von Geschäftsführer Jochen Fischer. Er unterstrich auch die Wertschöpfung vor Ort, die den Bürgern der beiden beteiligten Trägerkommunen zu Gute kommt.

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Autor: mps