Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

11. Januar 2010

Im Schein der Fackeln

Jubiläumsumzug der Dorfzottel: Narren trotzen munter der Kälte

  1. ... und Feuerspucker Foto: Volker Münch

  2. Im Feuerschein entwickeln lustig wie grimmig dreinschauende Narrengesichter einen ganz besonderen Charme. Foto: Volker Münch

  3. Schaurige Gestalten... Foto: Volker Münch

MÜLLHEIM (mps). "Jetzt schellt’s 22!" – unter diesem Motto stand am Samstag der Jubiläums-Fackelumzug der Narrenzunft Müllheimer Dorfzottel durch die Müllheimer Innenstadt. Dort defilierten, Schnee und eisiger Kälte zum Trotz, rund 2000 Narren.

Das Tageslicht war schon fast verschwunden, als das Licht der Fackeln die Werderstraße und die Fußgängerzone erhellte. Waren ursprünglich mehr als 2500 Hästräger aus nah und fern zum Jubiläumsumzug angemeldet, so schrumpften viele der Gruppen angesichts der frostigen Temperaturen auf den harten Kern der Aktiven zusammen. Dafür trotzten diese munter der Kälte und sorgten für ein ungewöhnlich schönes Narrenspektakel. Lachende Masken wechselten sich ab mit grimmig dreinschauenden Fratzen. Einige Gruppen trieben ihren Schabernack mit dem Publikum, andere badeten vornehmlich junge Frauen im Stroh oder in Zubern, die mit Konfetti gefüllt waren. Und wer von diesen Aktionen selbst nicht betroffen war, der ergab sich insgeheim in Schadenfreude und lachte herzhaft. Etwas ins Schleudern kamen die Moderatoren, die gemeinsam mit Bürgermeister René Lohs und dessen Gattin Mercedes Mauch den Ehrenwagen vor dem Amtsgericht bevölkerten, beim Versuch, anhand der Teilnehmerliste alle Gruppen mit den jeweiligen Zunftrufen zu begrüßen. Da manche Clique und manche Zunft den weiten Weg durch das Schneetreiben gescheut hatte, gab es einzelne Ausfälle. Die teilnehmenden Gruppen nahmen es gelassen und korrigierten gerne die Ansager der Dorfzottel.

Werbung


Waren angesichts der Kälte vor Umzugsbeginn nur wenige Zuschauer am Straßenrand, so füllten sich die Ränge dann doch ordentlich, so dass die Hästräger nirgends durch leere Straßen ziehen mussten. Belohnt wurden die Besucher mit einer ungewöhnlich schönen Atmosphäre, die von den Fackeln, vom Schnee und der Dunkelheit erzeugt wurde.

Im und um das Bürgerhaus herrschte dann ein reges Narrentreiben und tolle Partystimmung bis weit in die Nacht hinein.

Autor: mps