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20. Oktober 2016

Leserbriefe

BAUGEBIET AM KLEMMBACH
Koste es, was es wolle …
Zum BZ-Artikel "Hochwasserschutz im Mittelpunkt" vom 7. Oktober über das geplante Baugebiet "Am Klemmbach" erreichte uns folgender Leserbrief.
Der nächste Versuch der Müllheimer Bürgermeisterin, ihre Bürger mit ins Boot zu holen, ist gescheitert: Trotz aller Einwände und Argumente hält sie felsenfest an ihrer massiven und lediglich an maximaler Wohnraumbeschaffung orientierten Bebauungsplanung fest!

Versiegelte Flächen sollen in Parks verwandelt und bereits parkähnlich über Jahrzehnte bewachsene Grundstücke massiv bebaut werden. Historische Hochwasser werden ignoriert und am Schreibtisch weggerechnet. Anstatt erschwingbares Wohnraumangebot für ihre eigenen Bürger zu schaffen, wird eine Bebauung für Großinvestoren geplant. Die offensichtlich sehr hohen Erschließungskosten sollen einfach auf die Anlieger umgelegt werden. Wertverluste der anliegenden Grundstücke und Häuser werden billigend in Kauf genommen.

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Anliegerinteressen von Bürgern und Bürgerinnen, die die Bürgermeisterin eigentlich vertreten sollte, werden zugunsten von Großinvestorprofiten und hoffentlich wohlhabenden, aber sicher nicht Müllheimer Käufern geopfert.

Eigentlich sollte die Bürgermeisterin die Sicht der Klemmbachanlieger aus eigener Erfahrung sehr gut kennen: Beim Ausbau der Rheintalbahn kämpft sie selbst mit allen Mitteln gegen eine übermächtige Deutsche Bahn AG, die – trotz guter Argumente – von einer geplanten 7m hohen Schallschutzmauer keinen Millimeter abweicht.

Dass sie für eine Bebauungsplanung, die zwölf Meter hohe kubische Mehrfamilienhäuser direkt in den Gärten ihrer eigenen Wähler vorsieht, und die sie unter Berufung auf Einhaltung der bestehenden Gesetze völlig kompromisslos durchpeitscht, kein Lob erntet, darf nicht überraschen! Björn Stoltze, Müllheim

Autor: Björn Stoltze, Müllheim