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28. September 2016

Neues Pflegeheim darf gebaut werden

Einrichtung am Köhlgartenring bekommt Okay im Bauausschuss des Müllheimer Gemeinderats / Evangelisches Sozialwerk investiert zwischen 10 und 12 Millionen Euro.

  1. So soll die Südansicht des künftigen Pflegeheims im Köhlgartenring einmal daherkommen. Foto: Repro: Volker Münch

MÜLLHEIM. Das neue Pflegeheim am Köhlgartenring kann gebaut werden: Der Bauausschuss des Müllheimer Gemeinderates gab mit der Erteilung der Baugenehmigung grünes Licht. Das evangelische Sozialwerk, das unter anderem das Elisabethenheim betreibt, wird bis zur Fertigstellung zwischen 10 und 12 Millionen Euro investieren.

Der Bau des neuen Pflegeheims, das später an das Elisabethenheim angegliedert wird, ist die Reaktion zum einen auf neue Vorschriften bei der Heimunterbringung, zum anderen auch auf den demografischen Wandel, wie der Vorstand des Sozialwerks, Holger Karg schon vor einigen Monaten vor dem Gemeinderat erklärte, als es um die Vorstellung des Konzeptes ging. Der Standort für das Gebäude, das rund 70 Meter lang sein wird und dann Raum für 78 Pflegeplätze bietet, verlangte dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung allerdings in den vergangenen Monaten einige Kraftanstrengungen ab, weil der Bebauungsplan von 2012 entsprechend des Projektes geändert werden musste. Noch vor der Sommerpause vollzog das Gremium formal die Änderung, jetzt beschäftigte sich der Bauausschuss mit dem konkreten Bauantrag.

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Auf dem Grundstück entstehen über drei Vollgeschossen und einem Attikageschoss insgesamt 78 Pflegeplätze entsprechend den Vorgaben der Landesheimbauverordnung. Zum Köhlgartenring hin erscheint das Gebäude mit drei Vollgeschossen. Das vierte Geschoss wird in Attikabauweise erstellt und springt optisch zurück. Von der Hangkante aus werden nur drei Stockwerke zu sehen sein. Die Landesheimbauverordnung fordert vom bestehenden Elisabethenheim auch einen Umbau von Zweibettzimmern zu Einbettzimmern inklusive Nasszellen. Das erfordert alternative Quartiere für die Bewohner des bestehenden Elisabethenheims.

Gleichzeitig soll der weiteren Entwicklung nach entsprechenden Wohn- und Pflegeplätzen Rechnung getragen werden, hatte Holger Karg bereits in einer früheren Sitzung die Entscheidung der Trägereinrichtung erklärt. Bis zum Spatenstich dauert es noch ein paar Monate, denn: "Wir wollen jetzt die letzten Feinheiten besprechen, die dann noch in die Ausführungsplanung eingehen müssen", sagte Karg. Dann werden die Ergebnisse in die Leistungsverzeichnisse eingepflegt und ausgeschrieben. "Wir rechnen mit dem Baubeginn im ersten Quartal 2017,", stellt Karg vorsichtig fest. Ein genauerer Zeitpunkt lasse sich gegenwärtig nicht nennen, weil die Planungsphase noch nicht komplett abgeschlossen und die Ausschreibung der Arbeiten noch nicht erfolgt sei. Der Vorstand des Sozialwerks rechnet mit einer Bauzeit von rund 15 Monaten für das neue Gebäude. Dann wird es möglich sein, einen nennenswerten Teil der heutigen Bewohner des Elisabethenheims ins neue Haus umzusiedeln. Das Elisabethenheim hat 127 Wohn- und Pflegeplätze. Sie sollen dann in mehreren Abschnitten saniert, umgebaut und entsprechend der Landesheimbauverordnung ausgestattet werden.

Autor: Volker Münch