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20. September 2013

Wer informiert ist, wählt auch

Juniorwahlen am Markgräfler Gymnasium: Zwei Mädchen haben sie organisiert und viele haben mitgemacht.

  1. Viele Schülerinnen und Schüler freuten sich über die Möglichkeit, am Markgräfler Gymnasium an der Juniorwahl teilnehmen zu können. Foto: Klaus-rettberg

  2. Foto: Elke Klaus-Rettberg

MÜLLHEIM. 200 000 Kinder und Jugendliche haben votiert: am 13. September bei der U-18-Bundestagswahl. Bundesweit hatten Jugendverbände dazu aufgerufen und die Wähler von morgen auf ihre Stimmabgabe vorbereitet. Ein ähnliches Projekt hat auch das Markgräfler Gymnasium aufgegriffen, organisiert von zwei Schülerinnen. Die Ergebnisse werden parallel zur offiziellen Wahl am Sonntagabend verkündet.

Großer Andrang herrschte diese Woche vor dem "Wahllokal" des Markgräfler Gymnasiums, wo die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 an der Juniorwahl teilnehmen konnten. Diese simuliert die Bundestagswahl mit Erst- und Zweitstimme. Auf der Basis des Stimmzettels für den Wahlkreis Müllheim-Lörrach wurde von Montag bis Donnerstag eine Onlinewahl abgehalten.

Organisiert wurde sie von Lydia Baßler und Julia Richter, die damit einen der geforderten Leistungsnachweise im Rahmen ihres Neigungsfaches Politik erfüllten, auf Anregung ihres Politiklehrers Tobias Gillen. Sie hängten Plakate auf, informierten über die Abläufe der Wahl, erstellten Wahllisten, verteilten Wahlbenachrichtigungen und rekrutierten Wahlhelfer, die im Computerraum, dem Wahllokal des Gymnasiums, dafür sorgten, dass die Wahl vorschriftsmäßig ablief.

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Schnell stellten sie fest, dass das Interesse der Jugendlichen an der Wahl erfreulich groß ist. "Auch wenn unsere Stimmen noch nicht für die Entscheidung über die Zusammensetzung des Bundestags mitzählen, so haben wir durch die Wahl und das Ergebnis doch eine Stimme, die gehört werden wird", so hofft eine der teilnehmenden Schülerinnen.

"Wenn man schon einmal gewählt hat und weiß, wie so etwas abläuft, dann geht man bestimmt auch mit 18 eher zur Wahl", vermutet eine andere. "Die Statistiken geben ihr Recht", wissen Lydia und Julia, die vor der Wahl eifrig recherchiert hatten, welche Erfahrungen bisher bei Juniorwahlen gemacht wurden. Die Juniorwahl ist eine Initiative des Vereins Kumulus, der den Schulen alle notwendigen Materialien, einschließlich zweier blickdichter Abschirmungen rund um die beiden PCs, an denen gewählt wurde, zur Verfügung stellte. Die Durchführung obliegt jedoch Schülern und wird von Lehrkräften und Unterrichtssequenzen begleitet.

Am kommenden Sonntag können die Ergebnisse der Juniorwahl ab 18 Uhr online abgerufen werden. Dabei können Lydia und Julia dann auch die Wahlergebnisse des MGM mit bundesweiten Ergebnissen vergleichen. Die Juniorwähler und -wählerinnen, aber auch die Lehrkräfte, sind schon jetzt auf das Resümee gespannt, das die beiden Organisatorinnen zum Abschluss ihres Projektes vorstellen werden.

Autor: Elke Klaus-Rettberg