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06. September 2012
Zwischenfall in Fessenheim
Keine Verletzten im AKW.
FESSENHEIM (bnü). Im Atomkraftwerk Fessenheim ist es am Mittwoch zu einem Zwischenfall gekommen. Großalarm wurde ausgelöst. Bei Routinearbeiten mit nicht radioaktivem Wasserstoffperoxid sei es zu der Entwicklung von Wasserdampf gekommen. Das sei die Ursache des Brandalarms gewesen, teilte der Betreiber EDF mit. Kraftwerkschef Thierry Rosso sagte, entgegen erster Angaben sei keiner der Mitarbeiter verletzt worden. Es sei lediglich zu kleinen Hautirritationen gekommen. "Es handelt sich um keinen Brand, es ist ein kleines Problem", hieß es bei EDF weiter. Auswirkungen auf die Sicherheit des Atomkraftwerks habe es aufgrund des Zwischenfalls nicht gegeben. Er habe sich zudem nicht direkt im Reaktorgebäude ereignet. Zunächst hatte sich die Nachricht verbreitet, zwei Männer hätten Verbrennungen erlitten. Seit Jahren fordern Umweltschützer, das älteste Atomkraftwerk Frankreichs stillzulegen.
Autor: Land und Region, Seite 7
3 Kommentare
Die veröffentlichten Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.
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Gustav Rosa
Registriert seit: 02.04.2011
Kommentare: 99
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06. September 2012 - 01:37 Uhr
Und wieder widersprüchliche Meldungen. Jetzt heißt es plötzlich, es habe kein Feuer und keine Verletzten gegeben. Um 17 Uhr wurde gemeldet: Großeinsatz der Feuerwehr und 2 Schwerverletzte. Die Bilder vor Ort zeigen ein Großaufgebot an Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen und ein reges Medieninteresse.
Das Regierungspräsidium Freiburg gibt Entwarnung - wovor denn, wenn nichts passiert ist?
Zuverlässige Informationspolitik sieht anders aus.
Kein Grund zur Panikmache, kein Grund zur Sorglosigkeit. Ein Grund mehr um ABZUSCHALTEN.
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Michael Peikel
Registriert seit: 20.05.2011
Kommentare: 127
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06. September 2012 - 08:03 Uhr
Herr Rosa, als regelmässigem Leser der Kommentare ist mir ihre Meinung zu diesem Thema mittlerweile bekannt und auch wenn ich ihre Sorgen und Bedenken nicht teile, ich kann sie nachvollziehen und verstehen. Bisher sind die mir auch durchaus sachlich und vernünftig vorgekommen, ihr aktuelles Posting trübt diesen guten Eindruck allerdings. Es scheint mir, sie wollten nun mit aller Gewalt widersprüchliche Meldungen anprangern: Ein zunächst gemeldeter Grosseinsatz der Feuerwehr legt zwar nahe, das es irgendwo auch ein Feuer gibt aber Einsätze der Feuerwehr sind auch ohne Feuer denkbar und nicht unüblich. Sie wissen ja: Retten, löschen, bergen und schützen. Und wenn Bilder ein grosses Medieninteresse zeigen, bedeutet das nicht unbedingt, das etwas Schreckliches passiert ist, was das Großaufgebot an Medien rechtfertigen würde. Und ihe Argument, das das RegPräsidium Freiburg Entwarnung gibt, also muss ja was passiert sein, sonst gäbe es ja keinen Grund für eine Entwarnung, pardon, das kann ich nicht ernst nehmen und wenn sie auf diesem Niveau weiter diskutieren, werden sie meiner Meinung nach ihr Anliegen nicht sinnvoll vorantreiben können. Es gibt genug Sachen und Punkte, die man zurecht kritisieren kann, hier machen sie aus einer Mücke einen Elefanten.
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Gustav Rosa
Registriert seit: 02.04.2011
Kommentare: 99
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06. September 2012 - 10:29 Uhr
Jetzt, einen halben Tag später, sieht die ganze Sache bestimmt relativ harmlos aus. Das war gestern zwischen 17 und 18 Uhr ganz anders! Darum führte mich mein erster Weg direkt zum Atomkraftwerk. Ich hatte kurz vorher einen Anruf aus unmittelbarer Nähe erhalten: "Es brennt im Kernkraftwerk, es scheint auch Tote und Verletzte gegeben zu nhaben! Informiert die Presse in Deutschland." Da wird einem schon ganz anders zumute.
Die Ortsverwaltung ist um diese Uhrzeit geschlossen, auch im Rathaus Breisach wusste niemand Bescheid. Die Notfallrufnummer des Regierungspräsidiums konnte ich auf die Schnelle auch nicht finden.
Baden fm meldete etwas von einem Störfall - Genaueres wisse man noch nicht.
Auf dem Weg nach Fessenheim fuhr ein PKW von Baden TV vor mir her. Wir hatten offensichtlich das selbe Ziel.
Vor Ort die jetzt überall veröffentlichten Bilder: Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge auf dem Werksgelände, immer zahlreicher eintreffende Medienvertreter vor den Toren. Höfliche Sicherheitskräfte in Militäruniform, die daruf hinwiesen, die Verkehrswege frei zu halten. Vereinzelte Mitarbeiter, die beim Verlassen ihres Arbeitsplatzes demonstrativ die Scheiben herunterkurbelten und ein gekünsteltes Hüsteln aufsetzten.
Zwischendrin mein ständig klingelndes Mobiltelefon: Besorgte Bürger wollten von mir wissen, was jetzt genau passiert ist.
Unter diesen Umständen hätte ich mir gewünscht, dass ein Sprecher des Werkes vor die Tore tritt und in ein paar klaren und deutlichen Sätzen sagt, was wirklich passiert ist.
Allem Anschein nach waren wir für den Elefanten alle nur lästige Mücken...
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