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27. April 2017

Ausstellung

Die Geschichte der Migration in fünf Museen

Ausstellungen in Lörrach und der Schweiz befassen sich mit diesem Thema.

Weltweit ist umstritten, wer einreisen darf, wer erwünscht oder unerwünscht ist. Unter dem Begriff "Magnet Basel" sind von morgen, Freitag, 28. April, bis 1. Oktober fünf Ausstellungen zusammen gefasst, die sich mit dem Thema Migration befassen. "Du bist hier" ist Titel der Ausstellung im Staatsarchiv Basel, "Bewilligt. Geduldet. Abgewiesen" heißt es im HMB-Museum für Wohnkultur in Basel (Elisabethenstraße 27).

Jede dieser Ausstellungen beleuchtet einen anderen Schwerpunkt aus der Migrationsgeschichte der vergangenen 100 Jahre. "Mädchen, geh in die Schweiz" ist Titel der Ausstellung (Bild) im Lörracher Dreiländermuseum (Basler Straße 143), die morgen, Freitag, 28. April um 18 Uhr eröffnet wird. Bis in die 60er-Jahre hatten viele Schweizer Familien weibliche Hausangestellte, die aus Deutschland oder Österreich in die Schweiz gekommen waren. Die Ausstellung beleuchtet ihre Lebenswege. Aus welchen sozialen Milieus stammten die Frauen? Welche Beweggründe veranlassten sie fortzugehen? Wie sah ihr Arbeitsalltag in schweizerischen Haushalten aus?

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Die Ausstellung begleitet fünf "Schweizgängerinnen" entlang ihrer Lebensstationen. Autobiografische Berichte, Briefe und Fotografien eröffnen Einblicke in den Alltag deutscher Hausangestellter in der Schweiz. Das Museum.BL in Liestal (Zeughausplatz 28) widmet sich unter dem Titel "Forse nella Hanro – vielleicht in der Hanro?" vom 12. Mai an den Anwerbeaktionen von Schweizer Unternehmen in Italien, um nach dem Zweiten Weltkrieg den Bedarf an Arbeitskräften zu decken. Die Ausstellung "Erhebungen zur Person" im Foyer des Theaters Basel (Elisabethenstraße 16) widmet sich dem Druck, unter dem in den 1930er-Jahren gelebt und gearbeitet werden musste, um in der Schweiz bleiben zu dürfen.

Die Ausstellung "Du bist hier" im Staatsarchiv Basel-Stadt (Martinsgasse 2) beschäftigt sich mit der Geschichte der Fremdenpolizei des Kantons Basel-Stadt, die durch die nahen Grenzen besonders geprägt wurde. Ausgewählte Dossiers werden erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Eröffnung ist heute, Donnerstag, 18 Uhr im Staatsarchiv.

Autor: Foto: Sammlung Frauennachlässe an der Universität Wien