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29. Dezember 2016

Sternenjahr

2017 ist wenig los am Himmel

Kommendes Jahr wird über Deutschland keine Finsternis zu sehen sein / Sternenfans müssen in die USA.

  1. Viele Planeten sind mit bloßem Auge sichtbar. Foto: Planetarium Freiburg

STUTTGART (dpa). Im Gegensatz zum irdischen Geschehen ist das am Himmel gut vorhersagbar: Astronomen erwarten 2017 weltweit zwei Mond- und zwei Sonnenfinsternisse. Diese Ereignisse und auch die Sternschnuppenströme liegen diesmal für Beobachter in Deutschland jedoch eher ungünstig.

Finsternisse
Das Jahr 2017 bietet vier Finsternisse: In der Nacht vom 10. auf den 11. Februar tritt der Mond in den Halbschatten der Erde. Zum Höhepunkt der Finsternis eineinhalb Stunden nach Mitternacht bemerken aufmerksame Beobachter eine leichte graue Verschleierung der Nordkuppel des Mondes. Die partielle Mondfinsternis vom 7. August ist in ihrer Endphase von Mitteleuropa aus noch besser sichtbar. Die ringförmige Sonnenfinsternis vom 26. Februar auf der Südhalbkugel und die totale Sonnenfinsternis vom 21. August sind von Mitteleuropa aus hingegen nicht zu sehen – sie wird aber zahlreiche Touristen in die USA locken, da sie quer über den nordamerikanischen Kontinent wandern wird.

Sichtbarkeit der Planeten
Merkur zeigt sich mit bloßen Augen immer nur wenige Tage im Jahr. Er ist Mitte Januar und Mitte September morgens zu sehen. Von Ende März bis Anfang April leuchtet er am Abendhimmel. In unseren Breiten ist dies die einzige Abendsichtbarkeitschance 2017. Die Venus ist von Jahresbeginn bis Mitte März der sogenannte Abendstern. Mit maximaler Helligkeit strahlt er am 17. Februar. Von April bis Ende Dezember spielt die Venus dann ihre Rolle als Morgenstern.

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Mars hält sich bis Mitte Juni am Abendhimmel auf. Ab Ende September bis Jahresende kann man den roten Planeten hingegen am Morgenhimmel sehen.

Jupiter steht am 7. April der Sonne gegenüber. Diese Stellung wird Opposition genannt. Der Riesenplanet kann die gesamte Nacht über beobachtet werden. Bis Anfang September ist Jupiter am Abendhimmel zu sehen. Danach verbirgt er sich in den Strahlen der Sonne und kommt erst gegen Ende November am Morgenhimmel wieder zum Vorschein.

Saturn steht am 15. Juni in Opposition zur Sonne und ist dann die ganze Nacht sichtbar. Er wird aber bis Mitte November am Abendhimmel vertreten sein.

Sternschnuppenströme
Zu Jahresbeginn erscheinen die Quadrantiden – sie zählen mit 80 bis 100 Sternschnuppen pro Stunde zu den ergiebigsten Meteorströmen des Jahres. In der ersten Mai-Woche tauchen dann die Eta-Aquariden auf, die in Morgenstunden des 5. Mai mit 40 Meteoren pro Stunde ihren Höhepunkt erreichen. Vom 8. bis 12. August wird mit rund 100 Meteoren pro Stunde der ergiebigste Sternschuppenschauer des Jahres aktiv: die Perseïden. Mitte November machen sich am Morgenhimmel die Leoniden bemerkbar. Zum Höhepunkt ihrer Aktivität werden in der Nacht vom 17. auf 18. rund zwanzig Sternschnuppen pro Stunde zu erwarten.

Autor: dpa