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16. Dezember 2010

Wahrsager sind Unwahrsager – außer Paul

Prophezeiungen untersucht.

ROSSDORF (dpa/epd). Atlantis wurde wieder nicht entdeckt, kein großes Schiff rammte einen Eisberg und einen Nobelpreis hat US-Außenministerin Hillary Clinton auch nicht erhalten – Hellseher tappten auch für 2010 mächtig im Dunkeln, wie die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) am Mittwoch im südhessischen Roßdorf mitteilte. Der Mathematiker Michael Kunkel sagte mit Blick auf besonders skurrile Vorhersagen außerdem: "Es gab ebenso wenig einen Angriff von Riesenfledermäusen in Südamerika wie Monsterreptilien im texanischen El Paso."

Für das Jahr 2010 wertete Kunkel 110 Vorhersagen aus. Besonders häufig richtete sich der Blick auf die Fußballweltmeisterschaft. Wahrsagerin Ramona Kreis etwa prophezeite, dass das deutsche Team sehr weit kommen, aber nicht den Titel holen werde. "Wer behauptet, tatsächlich in die Zukunft schauen zu können, sollte das Ergebnis schon ein wenig genauer vorhersagen können", sagte Kunkel. Der Orakel-Star sei selbstverständlich Krake Paul, der bei allen deutschen WM-Spielen Siege und Niederlagen richtig vorhergesagt hatte. Häufig werden Kunkel zufolge Naturkatastrophen wie Erdbeben ohne konkretes Datum für Regionen prophezeit, in denen sich solche Katastrophen regelmäßig ereignen. So lägen die Zukunftsdeuter scheinbar richtig: "Dabei handelt es sich nur um Zufall."

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Besonders publikumswirksam ist laut Kunkel die "Todesliste" von Nikki Pezaro: Die Wahrsagerin nennt jedes Jahr die Namen von 50 Prominenten, deren Tod erwartet wird. "Die allermeisten sind davon über 70 oder 80 Jahre alt und bekannt krank."

Autor: dpa