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14. Dezember 2009 18:23 Uhr
Baden-Württemberg
Nach Staufen leidet auch Schorndorf unter Rissen
Nachdem mehrere hundert Risse in der historischen Altstadt von Staufen Millionenschäden verursacht haben, beklagt nun auch die Stadt Schorndorf ein ähnliches Phänomen. Auch hier gelten Geothermiebohrungen als Ursache.
Durch die Bohrungen senke sich in der Stadt im Rems-Murr-Kreis die Erdoberfläche, teilte Oberbürgermeister Matthias Klopfer (SPD) am Montag mit. Es gebe große Schäden an einer Schule. Das Schulgebäude müsse wegen der immer größer werdenden Risse bald geschlossen werden. Zudem seien Risse in mindestens acht Privathäusern festgestellt worden. Auch Straßen seien beschädigt.
Klopfer forderte die Landesregierung zur finanziellen Hilfe bei der Schadensregulierung auf. Alleine könne die Stadt das Problem nicht lösen. Vor einer Woche hatte die Regierung der Stadt Staufen zwei Millionen Euro Soforthilfe zugesichert.
STAUFEN: 230 HÄUSER BESCHÄDIGT
Grund für die Erdbewegungen in Schorndorf seien – wie auch in Staufen – Geothermiebohrungen, sagte der Oberbürgermeister. Um weitere Schäden zu verhindern, dürften solche Bohrungen in Schorndorf nicht mehr genehmigt werden. Das Land müsse hierfür die rechtlichen Voraussetzungen schaffen.
In Staufen bewegt sich die Erde bereits seit einer Geothermiebohrung im Sommer 2007. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind inzwischen rund 230 Häuser in der historischen und unter Denkmalschutz stehenden Altstadt durch Risse beschädigt worden.
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- Staufen: Ist die Bohrfirma schuld?
- Fotos: Risse in Staufen
Autor: dpa
