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14. Dezember 2009 18:23 Uhr

Baden-Württemberg

Nach Staufen leidet auch Schorndorf unter Rissen

Nachdem mehrere hundert Risse in der historischen Altstadt von Staufen Millionenschäden verursacht haben, beklagt nun auch die Stadt Schorndorf ein ähnliches Phänomen. Auch hier gelten Geothermiebohrungen als Ursache.

  1. Ganz so groß wie in Staufen – hier ein Bild vom November – sind die Risse in Schorndorf noch nicht. Doch die schwäbische Stadt hat dasselbe Problem wie die südbadische Gemeinde. Foto: Markus Donner

Durch die Bohrungen senke sich in der Stadt im Rems-Murr-Kreis die Erdoberfläche, teilte Oberbürgermeister Matthias Klopfer (SPD) am Montag mit. Es gebe große Schäden an einer Schule. Das Schulgebäude müsse wegen der immer größer werdenden Risse bald geschlossen werden. Zudem seien Risse in mindestens acht Privathäusern festgestellt worden. Auch Straßen seien beschädigt.

Klopfer forderte die Landesregierung zur finanziellen Hilfe bei der Schadensregulierung auf. Alleine könne die Stadt das Problem nicht lösen. Vor einer Woche hatte die Regierung der Stadt Staufen zwei Millionen Euro Soforthilfe zugesichert.

STAUFEN: 230 HÄUSER BESCHÄDIGT

Grund für die Erdbewegungen in Schorndorf seien – wie auch in Staufen – Geothermiebohrungen, sagte der Oberbürgermeister. Um weitere Schäden zu verhindern, dürften solche Bohrungen in Schorndorf nicht mehr genehmigt werden. Das Land müsse hierfür die rechtlichen Voraussetzungen schaffen.

In Staufen bewegt sich die Erde bereits seit einer Geothermiebohrung im Sommer 2007. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind inzwischen rund 230 Häuser in der historischen und unter Denkmalschutz stehenden Altstadt durch Risse beschädigt worden.

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Autor: dpa