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10. Juli 2012

"Neue Kleider" für eine Heiligenfigur

Saiger Ministranten sammeln für die historische Johannes-Figur von Barockbildhauer Winterhalder.

  1. Diese Johannes-Figur von Barockbildhauer Adam Winterhalder soll mit Spendengeldern restauriert werden. Foto: Manfred-G.  Haderer

LENZKIRCH-SAIG. Die Saiger Pfarrkirche soll in den nächsten Monaten saniert werden. Die Innenraumgestaltung, die marode Elektrik und die Heizung stehen auf der vordringlichen Liste. Außerdem würde man gerne einige Figuren restaurieren, an denen entweder der Zahn der Zeit nagt oder die derzeit ein Schattendasein führen. Dafür ist man allerdings auf Spenden angewiesen.

Johannes der Täufer ist der Kirchenpatron der Saiger Kirche, die in ihren ältesten Teilen noch in das 13. Jahrhundert zurückdatiert. Vom Schutzheiligen gibt es eine wertvolle geschnitzte Figur. Laut Pfarrer Johannes Buchmüller befinde sie sich jedoch in einem "bedauernswerten Zustand".

Geschaffen wurde dieses wertvolle Heiligenportrait vom Vöhrenbacher Barockbildhauer Adam Winterhalder. Der Schwarzwälder Künstler lebte von 1652 bis 1737. Mitglieder dieser Familie traten über Generationen als bedeutende Künstler im Schwarzwald später auch in Mähren in Erscheinung. Auch in Vöhrenbach selbst gibt es noch Schnitzarbeiten von Adam Winterhalder. Bei der Saiger Johannesfigur handelt es sich um eine ausdrucksvolle Bildhauerarbeit, die den Heiligen mit dem Lamm auf dem Arm zeigt.
Nun wollen die Saiger Ministranten mithelfen, damit der Kirchenpatron nicht weiterhin ein Schattendasein fristen muss. Die Jugendlichen haben die Patenschaft für den geschnitzten Schutzheiligen und dessen Restaurierung übernommen. Seit diesem Monat wollen sie sich deshalb für eine Haussammlung auf den Weg machen. Die Wege dafür wurden laut Buchmüller geebnet, die Sammlung wurde mit einem Gemeindebescheid auch offiziell erlaubt. Die Minis hoffen nun darauf, dass ihre Engagement erfolgreich sein wird und Johannes der Täufer nach Abschluss der Kirchensanierung auf einen würdigen Platz in der Pfarrkirche zurückkehren kann.

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Autor: Manfred-G. Haderer