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14. Januar 2010

Gutedelpreis für "geradlinige Sozialdemokraten"

Markgräfler Gutedelgesellschaft würdigt mit Dagmar Metzger und Heinz Buschkowsky zwei Genossen, die Schlagzeilen machten

  1. H. Buschkowsky Foto: ddp

  2. Dagmar Metzger Foto: DPA

NEUENBURG AM RHEIN (mfa). Der Gutedelpreis der Markgräfler Gutedelgesellschaft geht in diesem Jahr an die frühere hessische Landtagsabgeordnete Dagmar Metzger und an den Bürgermeister von Neukölln, Heinz Buschkowsky.

Dass die Verleihung des Gutedelpreises verschoben wird, ist für die Mitglieder der Gesellschaft nichts Neues. Zu überraschen vermag Hermann Dörflinger, Stifter des Preises, der mit 250 Litern des "besten Markgräfler Gutedels" dotiert ist, indes Jahr für Jahr mit den Preisträgern. Vom Stromrebellen bis zum Kardinal, von der Kämpferin für Literatur bis zum Kämpfer für die Verfeinerung der kulinarischen Sitten reicht die Liste der bisherigen Preisträger. So war nicht nur die Spannung im Neuenburger Stadthaus, sondern auch die Überraschung groß, als Hermann Dörflinger während eines Kabarettabends (wir berichten noch) die diesjährigen Preisträger verkündete. Überraschte Ausrufe waren im Publikum zu hören, aber auch viel Zustimmung. Wen anderes könne der Gutedelpreis auszeichnen, der es sich zur Aufgabe gemacht habe, Menschen auszuzeichnen, "deren Eigensinn öffentlich und im besten Sinne kreativ wirksam ist", als nach sieben verschlissenen Parteivorsitzenden und dem schlechtesten Wahlergebnis seit dem Zweiten Weltkrieg "echte, geradlinige, eigensinnige Sozialdemokraten", fragte Dörflinger. Mit Buschkowsky, Bürgermeister des Berliner Problembezirks Neukölln, und der ehemaligen hessischen Abgeordneten Metzger würden zwei Sozialdemokraten gewürdigt, die sich durch Haltung, Glaubwürdigkeit und dem Motto "erst die Sache, dann die Partei" auszeichneten. Der Preis wird am 21. Mai verliehen.  

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Autor: mfa