Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

07. Dezember 2010

Der Glühwein – einfach wonderful

Partnerschaftsgruppe aus Borehamwood besuchte die Ortenau.

  1. Klaus Thomas Teufel von „Die Brücke“ (von links), Eni Martine aus Borehamwood und Bürgermeister Dieter Eckert zeigen das Gastgeschenk aus England: eine Fotografie der Hauptstraße Borehamwoods. Foto: gertrude siefke

OFFENBURG. Etwa 20 Mitglieder und Freunde von Offenburgs englischer Partnerschaftsorganisation Betta (Borehamwood and Elstree Twin Town Association) haben die Ortenau besucht. Von ihrem "Basislager" aus, dem Hotel Engel in Hofweier, entdeckten sie Freiburg, Breisach, Gengenbach und lernten bei einer Stadtführung Offenburg und den Weihnachtsmarkt kennen.

"Black forest in two days" (der Schwarzwald in zwei Tagen): Klar, dass da einiges auf dem Programm stehen musste. "It’s so nice" – "Es ist so schön", entfuhr es den Gästen aus Offenburgs Partnerstadt ein ums andere Mal. Vor allem die Weihnachtsmärkte haben es den Briten offensichtlich angetan. Wenn der Duft von "Gluhwine" erst in der Nase kitzelt und sich nach den ersten Schlücken wohlige Wärme im ganzen Körper ausbreitet, lässt sich nur konstatieren: "Wonderful".

Mit dem Eurostar hatte sich die Gruppe auf den Weg gemacht. Heftige Schneefälle verursachten eine Verspätung, so dass der Anschlusszug in Straßburg nicht mehr erreicht wurde. Nach zwölf Stunden traf die Gruppe dann endlich im Hotel ein, freundschaftliche Verbindungen hatten zur Quartierswahl südlich des Oberzentrums geführt. Am nächsten Tag war der Rathausplatz erster Treffpunkt. Bürgermeister Dieter Eckert begrüßte die Gäste und betonte, wie "proud" (stolz) Offenburg auf diese Stippvisite sei.

Werbung


Shirley Turnbull gehörte zu denjenigen, die zum ersten Mal in Deutschland waren. "Beautiful" war ihr erster Eindruck. Die andere Hälfte war bereits zum wiederholten Mal hier. Viele von ihnen sind aktive Kirchenmitglieder und pflegen den Austausch mit der Acko (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Offenburg), die sich seit zwölf Jahren um den Kontakt mit den Engländern bemüht.

Der Vorsitzende der Offenburger Partnerschaftsvereinigung "Die Brücke", Klaus Thomas Teufel, war mit einer Delegation im Frühjahr in Borehamwood gewesen. Er regte einen Gegenbesuch der Engländer an – was lag da näher, als dafür die Adventszeit auszuwählen. "It’s the best time", sagte auch Eni Martine, seit zwei Jahren Vorsitzende von Betta.

Weihnachtsmärkte kennt man auf der Insel lediglich als deutschen Importschlager – dann doch lieber das Original. Die gebürtige Elsässerin, die seit 16 Jahren in England lebt, hat bei der Tagesplanung auf einen Abstecher nach Straßburg verzichtet: "Wir kommen jetzt erst einmal nach Deutschland, vielleicht ein andermal." Ihr ist der unmittelbare Kontakt wichtig, die Möglichkeit, sich sein eigenes Bild von "Germany" zu machen und sich nicht lediglich aus Fernsehberichten und Zeitungsartikeln etwas zurechtzulegen. "We want to learn about you" (wir wollen etwas über euch erfahren), sagte Martine.

Nach der Stadtführung mit Renée Hauser ging es zur Mittagszeit auf den Weihnachtsmarkt, am Abend lernten die Besucher die Winzergenossenschaft Zell-Weierbach kennen – und dazu eine Auswahl an hiesigen Weinen. Am Folgetag standen Freiburg (Weihnachtsmarkt) und Breisach (Weihnachtsmarkt) auf dem Programm, ehe es wieder gen Norden ging. "We will come back", erklärte Shirley Turnbull: Wir werden wieder kommen.

Autor: Gertrude Siefke