Die Mobilität der Zukunft

Carola Bruhier

Von Carola Bruhier

Mo, 23. Juli 2018

Offenburg

Mobilitätstag zeigt Möglichkeiten nachhaltiger Fortbewegung auf.

OFFENBURG. "Wie kann ich mobil sein in Offenburg und Umgebung ohne eigenes Auto?" Diese Frage steht im Mittelpunkt des dritten Offenburger Mobilitätstag, veranstaltet von der Stadt Offenburg. Am Samstagmorgen konnten sich die Offenburger Bürgerinnen und Bürger auf dem Platz vor dem Offenburger Rathaus umfassend zum Thema "nachhaltige Mobilität" informieren. Unter der Marke "Einfach mobil" sind öffentliche Verkehrsmittel wie der Stadtbus Offenburg, eCar-Sharing, Bike-Sharing mit Stadträdern und Pedelecs zusammengefasst. Dazu gibt es vor Ort Informationen und die Möglichkeit, City-Bikes und Pedelecs zu testen.

Einige Passanten schlendern mit ihren Markteinkäufen über den Platz. Eine Passantin informiert sich über die das Verleihsystem für Fahrräder. Auch Informationen zu den Sonderkonditionen der Offenburger "Einfach-mobil-Card" werden vor Ort beantwortet. "Wir haben in Offenburg vier Mobilitätsstationen, die den öffentlichen Nahverkehrs mit alternativer Mobilität in der Stadt verknüpfen", erklärt Mathias Kassel, der sich bei der Stadt mit der "Mobilität der Zukunft" beschäftigt. Am Bahnhof (ZOB), am Technischen Rathaus, am Kulturforum und bei der Messe gibt es die Möglichkeit, direkt von öffentlichen Verkehrsmitteln auf lokale Fahrzeuge des Car-Sharing oder Bike-Sharing, erläutert Kassel.

Offenburg hat die gleiche Einpendlerdichte wie Stuttgart

"Ein großes Thema für Offenburg ist die Frage, wie Pendler dazu gebracht werden können von der individuellen Fahrzeugmobilität, meist das eigene Auto, auf alternative Mobilitätsangebote umzusteigen. Offenburg hat mittlerweile die gleiche Einpendlerdichte wie Stuttgart oder Frankfurt", verdeutlicht Kassel. Das unterstreicht auch Bürgermeister Oliver Martini, der unter der Moderation von Matthias Drescher den neuen Stadtbus mit der 15-minütigen Taktung vorstellt und ebenfalls die steigende Pendlerzahl thematisiert: "Ziel ist es, attraktive Alternativen zum eigenen Fahrzeug zu bieten", erklärt Martini. Auch die Auslastung der Busse zeige, dass das neue Liniennetz insgesamt gut funktioniere, auch wenn einige Korrekturen im Herbst vorgesehen seien. Ein Stand der Technischen Betriebe Offenburg (TBO) gibt Auskunft über den neuen Stadtbusverkehr und anstehende Fahrplanänderungen. Zahlreiche weitere Partner des Mobilitätstags bieten Beratung und Information an: Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) stellen ihr Engagement für zukunftsfähige, nachhaltige Mobilität vor. Das BUND-Umweltzentrum mit seinem Jugendverband präsentiert sich mit Umweltthemen. Unter dem Motto "klimafreundlich unterwegs" können Schulkinder spielerisch erfahren, welche Vorteile es hat, so selbstständig wie möglich unterwegs zu sein, sei es zu Fuß oder auf zwei Rädern. Das Repair Café bietet an diesem Vormittag kostenlos Reparaturen am Fahrrad an. Die Polizei berät bei den Themen Verkehrssicherheit und Fahrradsicherung gegen Diebstahl. Der Automobilclub Europa (ACE) informiert über Versicherungsfragen, aber auch über betriebliches Mobilitätsmanagement. An einem Fahrsimulator können kritische Verkehrssituationen nachvollzogen werden. Ehrenamtliche Mitarbeiter des Seniorenbüros bieten einen Rollatorcheck an und präsentieren auf der Bühne, was man mit einem Rollator nach dem Check sonst noch so anstellen kann: "Jetzt ist alles wieder gut im Ganzen, man kann mit dem Rollator auch noch tanzen." Für Musik sorgt an diesem Vormittag Valentin Kaeshammer am E-Piano und mit Gitarre.