Obduktionsergebnis

Frau brachte sich tödliche Stichverletzungen selbst bei

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 04. Mai 2017 um 15:38 Uhr

Offenburg

Nach dem Fund einer toten Frau am 1. Mai im Wald oberhalb bei Offenburg ergab eine Obduktion keine Anhaltspunkte für eine Gewalttat. Die Frau soll sich die Verletzungen selbst beigebracht haben.

Durch eine Obduktion der am 1. Mai im Wald oberhalb von Zell-Weierbach verstorbenen Frau am Mittwoch bei der Rechtsmedizin in Freiburg haben sich die Ermittlungsergebnisse der Offenburger Polizei bestätigt: Es gibt keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden. Das gab das Polizeipräsidium Offenburg diesen Donnerstag bekannt.

Die 47 Jahre alte Frau aus dem Raum Kehl war, wie berichtet, am Sonntagmittag mit Stichverletzungen im Bereich des Oberkörpers entdeckt worden und kurz darauf am Fundort verstorben. Nach Bergung der Leiche konnte auch das verwendete Messer gefunden werden.

Schreie im Wald gehört

Es sei davon auszugehen, so eine Mitteilung des Polizeipräsidiums Offenburg, dass sich die Frau die Verletzungen selbst beigebracht hat. Sie war gegen 13 Uhr oberhalb des Barfußpfades gefunden worden, nachdem Wanderer durch Schreie auf sie aufmerksam geworden waren.

Die Polizei war alarmiert worden, weil Anhaltspunkte für einen nicht natürlichen Tod vorlagen. Zwischenzeitlich hatten die Ermittler das komplette Programm abgespult: Spurensicherung, Fahndungsmaßnahmen, sogar mit Helikopter. Anders als bei Suiziden sonst üblich, haben wir deshalb über den Fall berichtet.
Studien zeigen, dass es nach Berichterstattung über Suizide oft Nachahmungstaten gibt. Deswegen berichten wir in der Badischen Zeitung in der Regel nicht über Suizide - außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie sich in einer akuten persönlichen Krise befinden und Hilfe brauchen, wenden Sie sich an die Telefonseelsorge unter den kostenlosen Rufnummern 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 oder an den Arbeitskreis Leben in Freiburg.

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