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09. Dezember 2016

Roth in Basel und Washington

Aus Oppenau in die Welt.

OFFENBURG (BZ). Vor knapp einem Jahr ist Tim Otto Roth, universell gebildeter Künstler aus Oppenau, der für seine Arbeiten Phänomene der Naturwissenschaft bildmächtig nutzt, mit einer Einzelausstellung in der Städtischen Galerie Offenburg gewürdigt worden. Werke aus dieser Ausstellung sind jetzt in Washington zu sehen, ein weiteres im Haus der Elektronischen Kunst in Basel.

Unter dem Titel "Light from the Other Side" zeigt noch bis 13. Januar 2017 das Goethe-Institut Washington Schattenbilder von Tim Otto Roth. Mit den Fenstern einer gotischen Kathedrale vergleicht die Kunsthistorikerin Karin Leonhard die besondere Faszination der Arbeiten von Tim Otto Roth. Die Perfektion, mit der der deutsche Künstler die farbigen Schatten von Pflanzen und Blüten in der Edition "flora domestica" auf Farbdiafilm bannt, erweckt den Eindruck, dass die Bilder hinterleuchtet sind oder gar aus sich heraus leuchten. Durch den gezielten Einsatz einer punktförmigen Lichtquelle in der Dunkelkammer entsteht ein neuartiger Seheindruck, der die geheimnisvolle Schönheit der Schattenwelt der Flora unterstreicht. Diese Arbeiten, die auch in der Offenburger Werkschau vertreten waren, sind nun in der Ausstellung in Washington erstmals in Amerika zu sehen.

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Diese Ausstellung zeigt unter anderem auch eine Arbeit aus dem Zyklus "sterea skia", aus dem ebenfalls eine Auskopplung in Offenburg zu sehen war. Es handelt sich um eine 3 D-Schattenarbeit, die teils im Computer simuliert, teils direkt mit einer roten und blauen Lichtquelle auf Polaroid belichtet wurde. Leuchten die Pflanzenschatten bei "flora domestica" aus dem Bild heraus, so werden die Schatten im "sterea skia"-Zyklus beim Aufsetzen einer Stereobrille zu räumlichen Schattenkörpern, die die Flächigkeit des Bildes hinter sich lassen und vor oder hinter die Bildfläche treten. Im Haus der Elektronischen Künste in Basel ist im Rahmen der "Regionale 17" ebenfalls eine Arbeit aus diesem Zyklus zu sehen.

Autor: bz