Spontaner Widerstand

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 30. April 2018

Offenburg

Protest gegen rechtsextreme Identitäre Bewegung in Offenburg.

OFFENBURG (BZ). Rund 20 Anhänger der sogenannten Identitären Bewegung haben sich am Samstag in der Offenburger Innenstadt versammelt. Zwischen 11 Uhr und 12.45 Uhr trafen sich die Initiatoren des zuvor angemeldeten Informationsstandes zwischen Marktplatz und Hauptstraße. Spontan gab es lautstarken Protest durch rund zwei Dutzend Gegendemonstranten des Bündnisses "Aufstehen gegen Rassismus Offenburg". Linksjugend Solid, Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Piratenpartei protestierten in der Hauptstraße gegen die von der Stadt genehmigte Veranstaltung der rechtsextremen Jugendbewegung. Marktbesucher schlossen sich den Protesten an und empörten sich über die völkisch-nationalen Parolen. "Der Auftritt dieser rechtsradikalen Nachwuchsbewegung in Offenburg fügt sich nahtlos in die Reihe völkisch-nationaler Veranstaltungen, die es in den vergangenen Monaten im Ortenaukreis gab", sagt die Sprecherin des Bündnisses Aufstehen gegen Rassismus. Das Bündnis weist darauf hin, dass sowohl die AfD als auch die sogenannte Identitäre Bewegung den Ortenaukreis und speziell Offenburg zu einem Schwerpunkt ihrer Aktivitäten machten. Dies geschehe mit Blick auf die bevorstehenden OB- und Kommunalwahlen. "Wir fordern die Stadtverwaltung einmal mehr dazu auf, dieser Ausbreitung rechtsradikalen Gedankenguts endlich entschlossen entgegenzutreten." Zu nennenswerten Zwischenfällen kam es laut Polizei bei den Kundgebungen nicht. Beide Lager beendeten ihre Versammlungen kurz vor 13 Uhr. Ob es im Verlauf einiger Wortgefechte zu beleidigenden oder anderweitig strafrechtlich relevanten Äußerungen gekommen sei, würden die Ermittlungen des Polizeireviers Offenburg zeigen.