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09. August 2017 14:04 Uhr

Smog

Nach Straßburg geht es nur noch mit Plakette

Ab dem 1. November müssen Autos in Straßburg eine Umweltplakette haben. Für deutsche Fahrer reicht die grüne Plakette nicht. An Tagen mit viel Feinstaub gilt ein Fahrverbot.

  1. Für die Einfahrt in einige französische Städte benötigen einige Wagen nun eine Umweltplakette. Foto: dpa-tmn

Gegen Feinstaubbelastung und hohe Ozonwerte führt der Großraum Straßburg ("Eurométropole") am 1. November eine Umweltplakette für motorisierte Fahrzeuge ein. Auch ausländische Fahrzeuge – Pkw, Motorräder, Lkw und Busse – müssen mit der Plakette ausgestattet sein, wenn sie an Tagen mit hoher Luftverschmutzung im Großraum Straßburg fahren möchten. Die deutsche grüne Feinstaubplakette gilt dort nicht. Die französische Umweltplakette kostet 4,80 Euro und kann über die deutsche Internetseite der französischen Regierung erworben werden.

Besonders in den Wintermonaten werden in Straßburg häufig hohe Feinstaubwerte gemessen, wie die Stadt Kehl mitteilt, im Sommer steigen die Ozonwerte manchmal über den EU-Grenzwert. An Tagen mit hoher Schadstoffbelastung habe die Stadt bisher unter anderem die Preise für den öffentlichen Nahverkehr gesenkt, um Menschen zu motivieren, vom Auto auf umweltfreundlichere Transportmittel umzusteigen.

Diese Maßnahme wird nun um das Fahrverbot für Fahrzeuge ohne Umweltplakette oder mit zu hohem Schadstoffausstoß ergänzt. Es greift, wenn bestimmte Grenzwerte für den Ozon- oder Feinstaubgehalt in der Luft an drei Tagen in Folge überschritten wurden und gilt im gesamten Straßennetz der "Eurométropole de Strasbourg". Anzeigen mit der Aufschrift "Circulation différenciée" werden bei Bedarf darauf hinweisen, dass das Fahrverbot gilt. Die Stadt Kehl will außerdem auf Twitter (http://www.twitter.com/stadt_kehl und auf ihrer Website (http://www.kehl.de aktuell informieren.

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Sechs verschiedene Farben der Plakette

Die neue Vignette gibt es in sechs verschiedenen Farben: Grün steht Beispiel für sehr umweltfreundlich, also für Elektroautos. Je nach Fahrzeugklasse und -alter werden außerdem violette, gelbe oder orangefarbene Plaketten zuerkannt. Wem bei der Angabe seiner Fahrzeugdaten im Internet angezeigt wird, dass er eine rote oder graue Plakette bekommt, weiß bereits, dass er aufgrund des hohen Schadstoffausstoßes seines Autos bei hoher Luftbelastung im Großraum Straßburg nicht fahren darf.

Betroffen vom Fahrverbot sind unter anderem Dieselautos, die älter sind als zwölf Jahre, und Benziner, die älter sind als 21 Jahre, außerdem diesel- und benzinbetriebene Motorräder, die vor mehr als 13 Jahren gebaut wurden. Für Lkw und Wohnmobile gelten gesonderte Regelungen, die in der Grafik dargestellt sind. Die Umweltplakette "Crit’Air" kann ab sofort auf der Internetseite der französischen Regierung zu einem Preis von 4,80 Euro bestellt werden; darin sind die Versandkosten ins Ausland bereits enthalten. Die Stadtverwaltung warnt in einer Pressemitteilung davor, sie über andere Websites zu kaufen, wo unseriöse Anbieter höhere Preise verlangen.

Die Plakette ist so lange gültig, wie sie lesbar ist. Sie gilt nicht nur in Straßburg, sondern auch in anderen französischen Städten, wie Paris, Grenoble und Lyon. Wer an Tagen mit hoher Schadstoffbelastung ohne Umweltplakette gesichtet wird, muss in Straßburg mit Bußgeldern zwischen 45 und 135 Euro rechnen. Die Höhe der Geldbußen richtet sich nach Fahrzeugtyp und -größe.

Die Eurométropole Straßburg erstreckt sich über 28 Umlandgemeinden.
Alle Infos und Bestellformulare unter http://www.certificat-air.gouv.fr/de

Autor: bz