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12. März 2016 17:54 Uhr

Wegen Testlauf

Panne: Stadt Freiburg stellte Test-"Wahlergebnis" online

Die Stadt Freiburg hat am Freitag wegen eines Software-Tests versehentlich eine frei erfundene Auszählung von Landtagswahl-Stimmen veröffentlicht. Der Fehler wurde am Samstag behoben.

  1. Briefwähler in Freiburg: Auch ihre Stimmen werden natürlich erst am Sonntag ausgezählt. Foto: dpa

Im einen Wahlkreis lag die CDU vorne, im anderen die Grünen: Auf dem Statistik-Portal der Stadt Freiburg standen schon am Freitag Ergebnisse der Landtagswahl vom Sonntag online. 187 Bezirke, ausgefüllt bis ins letzte Detail, inklusive einer Wahlbeteiligung von rund 52 Prozent. Wie geht das, wo die Wahllokale doch erst am Sonntag um 8 Uhr öffnen?

Es waren nur Ergebnisse eines Testlaufs

Das geht natürlich gar nicht. Die schon erfassten Daten für den Wahlkreis 47 und den Freiburger Teil des Wahlkreises 46 waren das Ergebnis eines Testlaufs, sagt Rathaus-Sprecher Walter Preker.

Am Freitag hätte ein Team des Wahlamts diesen durchgeführt – wie vor jeder Wahl. Man wollte sicherstellen, dass am Sonntag alles reibungslos ablaufe und habe die Daten am Ende auch wieder gelöscht. Nur eben nicht für die App-Variante des Statistik-Portals, gedacht etwa für Smartphones. "Ein blöder Fehler", sagt Preker.

Den hat am Samstagnachmittag auch Wahlamtsleiter Thomas Willmann bemerkt. Kurz nach 17 Uhr löschte er die Daten dann, diesmal komplett. Aber da war es schon geschehen. Der Link und Screenshots der falschen Ergebnisse irrten durchs Internet. "Stoff für Verschwörungstheorien", kommentiert etwa der Autor und Politikberater Dushan Wegner bei Twitter.

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Stoff für Verschwörungstheorien?

Er behält recht. Auch der Landesverband der NPD hat die scheinbare Auszählung entdeckt. "Steht das Ergebnis der Landtagswahl in Freiburg etwa schon fest? Ein Schelm, der Böses dabei denkt!", schreibt sie auf ihrer Facebook-Seite.

Tatsächlich sind die Testdaten nicht vollkommen fiktiv. "Das sind Zahlen der Landtagswahl 2006", sagt Willmann. "Allerdings habe ich die Parteien anders zugeordnet, teilweise auch anders umgerechnet."

Wer zum Beispiel die vermeintlichen Freiburg-Ergebnisse des Wahlkreises 46 näher untersuchte, konnte feststellen: Grüne und CDU hatten die Stimmzahl von 2006 des jeweils anderen. Keine Spur von Wahlbetrug also.

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Autor: Daniel Laufer