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13. September 2013 13:03 Uhr

Großfahndung

Polizei durchkämmt Haus in Weil am Rhein – Mörder auf der Flucht?

Starke Polizeikräfte haben das alte Zollhaus in Weil am Rhein umstellt. Sie fahnden nach einem Straftäter aus der Schweiz. Der Vergewaltiger soll seine junge Therapeutin getötet haben – er ist weiter flüchtig.

  1. Einsatzkräfte riegeln das Gebäude ab. Foto: Hannes Lauber

  2. Einsatzkräfte riegeln das Gebäude ab. Foto: Hannes Lauber

  3. Einsatzkräfte riegeln das Gebäude ab. Foto: Hannes Lauber

  4. Einsatzkräfte riegeln das Gebäude ab. Foto: Hannes Lauber

  5. Einsatzkräfte riegeln das Gebäude ab. Foto: Hannes Lauber

Der Platz um das Gebäude ist großräumig abgesperrt. Offenbar sind die deutschen Einheiten in Kooperation mit Schweizer Ermittlern und möglicherweise auf deren Hilfeersuchen tätig geworden. Der Einsatz hat etwa zur Mittagszeit begonnen und dauert noch an (Stand 15:15 Uhr). Die Straße vor dem Gebäude war zwischenzeitlich für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

Beamte riegeln das Umfeld ab, weitere Einsatzkräfte sind im Innern des Gebäudes tätig. Polizisten durchsuchen mit Laptops in den Händen die Grünanlagen im Umfeld des Gebäudes. Dort suchen sie wohl nach einem Handy. Anwohner und Passanten werden von den Ermittlern verhört.

Mittlerweile hat die Lörracher Polizei bestätigt, dass die Aktion mit dem Fall einer getöteten Sozialtherapeutin aus der Schweiz in Zusammenhang steht. Am Donnerstagabend war in einem Wald bei Genf die Leiche der 34 Jahre alten Schweizerin in einem Sack gefunden worden. Ihr Handy wurde in Basel lokalisiert, meldet die Basler Zeitung. Dem Bericht zufolge war sie mit einem 39 Jahre alten verurteilten Vergewaltiger verschwunden.

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Am Donnerstag sollte die Sozialtherapeutin den wegen schwerer Vergewaltigung Verurteilten zu einer Therapiesitzung in ein Reitzentrum in der Nähe Genfs bringen, so die Zeitung. Die junge Mutter war ohne Polizeischutz unterwegs. Die beiden sind dort nie angekommen.

Nach einem Bericht der Zeitung Blick wurde auch in Basel nach der Frau gesucht. Ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera flog in der Nacht zum Freitag zwei Einsätze. Es habe Hinweise darauf gegeben, dass sich die Therapeutin in Basel oder Umgebung aufhalten könnte. Die Ermittler hatten wohl ihr Handy geortet, so das Blatt weiter.

Derweil erhebt die Mutter der Getöteten schweren Vorwürfe gegen die Verantwortlichen. In der französischsprachigen Tageszeitung Tribune de Genève sagt sie sinngemäß: "Wie kann man eine junge schöne Frau mit einem Vergewaltiger losschicken?"

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Autor: Hannes Lauber, Oliver Huber