Gepflegt durch den Tag

Holger Holzer (SP-X)

Von Holger Holzer (SP-X)

Sa, 12. Januar 2019

Auto & Mobilität

Zum Schutz von Blech und Technik braucht das Auto im Winter Zuwendung.

Wer im Winter mobil bleiben will, sollte sein Auto richtig pflegen. Denn Kälte, Eis und Streusalz bedeuten Stress für Auto und Technik. Im Winter empfiehlt sich daher ein besonderes und regelmäßiges Pflegeprogramm.

Grundlage ist eine regelmäßige Wäsche, die Blech und Scheiben von Schmutz und Streusalzresten befreit, wobei auch an die Unterbodenwäsche und eine Wachsversiegelung gedacht sein sollte. Anschließend werden die Türdichtungen mit Talkum oder einer speziellen Substanz behandelt, damit sie nicht festfrieren.

Auch Wassertropfen in den Schlössern können über Nacht gefrieren. Am nächsten Morgen bleibt das Auto dann versperrt. Mit entsprechenden Mitteln lässt sich das Innere des Schlosses geschmeidig halten, raten Kfz-Experten. Zur Sicherheit ist zusätzlich ein Enteisungsspray ratsam, das aber über Nacht natürlich nicht im Auto gelagert werden sollte.

Gerade in der dunklen Jahreszeit ist zudem gute Sicht für Autofahrer wichtig. Dazu gehört, die Frontscheibe auch von innen öfter sauber zu machen, rät die Prüforganisation GTÜ. Da im Auto nun häufiger das Gebläse läuft, verschmutzt die Innenscheibe schneller. Sie bilde einen Belag, der für Lichtbrechungen sorgen kann.

Für freie Sicht sorgen saubere Wischer. Vor allem Heckwischer werden oft vernachlässigt. Sie können mit stark beschädigten Gummilippen die Heckscheibe zerkratzen. Sind die Gummis eingerissen, müssen sie getauscht werden. Damit das Waschwasser auch bei tiefen Temperaturen seinen Weg auf die Scheibe findet empfiehlt es sich, den Waschbehälter mit Scheibenreiniger für den Winterbetrieb zu füllen. So bleibt die Scheibe auch während der Fahrt immer klar.

Wer viel unterwegs ist, sollte zudem einen Nachfüllvorrat mit fertig gemixter Flüssigkeit bereit haben. Denn ohne Wischwasser wird die Fahrt bei Schnee und Matsch schnell zum Blindflug.

Ein frostsicheres Mittel muss aber nicht nur in die Wischanlage, sondern auch im Kühlkreislauf zirkulieren. Nur so überleben das Kühlaggregat und der Motor auch tiefe Temperaturen. Bei normal gewarteten Autos müssen aber in der Regel keine zusätzlichen Vorkehrungen getroffen werden. Empfehlenswert ist aber hin und wieder eine Kontrolle des Kühlmittelstands am Ausgleichsbehälter im Motorraum.

Aufmerksamkeit benötigt auch die Batterie. Nur ein leistungsfähiger Akku startet den Motor auch bei tiefen Temperaturen. Wenn die Batterie Schwierigkeiten hat, den Motor zu starten, hilft in der Regel nur ein Wechsel. Sonst droht im Winter der Totalausfall, warnt der ADAC. Außerdem empfiehlt es sich, immer für Notfälle ein Starterkabel dabei zu haben. Den Umgang mit ihm sollten Autofahrer üben, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein.