Schwer beladen ins Skigebiet

Peter Löschinger

Von Peter Löschinger

Sa, 09. Dezember 2017

Auto & Mobilität

BZ-RATGEBER: Tipps für den sicheren Transport von Skiern und Snowboards im und auf dem Auto.

Wer Wintersport mag, für den stehen die schönsten Wochen des Jahres vor der Tür. Doch wohin mit den Skiern, wenn es mit dem Auto zur Piste oder Loipe gehen soll? Wichtig ist, die Wintersportausrüstung im Auto gut zu sichern. Sonst wird die Fahrt in Richtung Skigebiet gefährlich.

Wenn das Fahrzeug groß genug ist, lassen sich Skier und Winterausrüstung bei umgeklappten Rücksitzen direkt im Innenraum verstauen. Das hat den Vorteil, dass sich die Fahreigenschaften nicht verändern, weil das Sportgepäck nicht auf dem Dach transportiert wird, erklärt der TÜV Nord. Auf dem Dach sorgt es für mehr Luftwiderstand während der Fahrt. Windgeräusche und Spritverbrauch nehmen dann mit höherer Geschwindigkeit zu, so die Prüforganisation.

Für Skier oder Snowboards bieten einige Autos eine Durchladeöffnung in der Sitzbank im Fond an. Hier durchgeschoben sollten sie ausreichend befestigt werden, damit sie bei einer starken Bremsung nicht nach vorne schießen. Gepäck und Schlitten sollte man im Kofferraum mit Spanngurten fixieren. Schlittschuhe gehören mit ihren scharfen Kanten weit nach unten, damit sie bei einem Unfall nicht umherfliegen. Ein Trennnetz zwischen Kofferraum und Fond schützt die Passagiere zusätzlich.

Wer nicht über einen Kombi oder Van verfügt, dem bleibt allerdings keine andere Wahl, als die Skier in einer speziellen Dachbox oder auf einem Dachgepäckträger zu verstauen. Die klassischen Träger werden mit wenigen Handgriffen direkt mit dem Dach oder der Dachreling verschraubt und nehmen bis zu sechs Paar Ski auf.

Die aerodynamisch gestalteten Dachboxen nehmen sogar noch Zusatzgepäck auf, wiegen allerdings bis zu 20 Kilogramm und sind deutlich teurer als herkömmliche Gepäckträger. Den Inhalt einer solchen Box sollten Autofahrer gleichmäßig verteilen und gut sichern. Empfohlen wird außerdem, ihn zusätzlich mit Decken oder Skikleidung gegen Verrutschen zu schützen. Das vorgegebene Maximalgewicht darf nicht überschritten werden, mahnt der TÜV Nord.

Träger mit einer Magnet- oder Saugnapfhalterung sind eine weitere, besonders kostengünstige Lösung, wenn man nur zwei Paar Ski mit auf die Reise nehmen möchte. Doch Vorsicht: Die Magnetplatten der Träger haften nur auf Dächern aus Stahlblech, also nicht auf Aluminium, Kunststoff oder Glas. Außerdem können sie den Autolack beschädigen. Auch stark gewölbte oder geriffelte Flächen sind für die Montage ungeeignet. Saugnäpfe können sich bei Sonneneinstrahlung durch Erwärmung und damit Nachlassen des Vakuums lösen.

Wer auf der sicheren Seite sein will, entscheidet sich für fest montierte Träger. Für alle Transportsysteme gilt, aus Gründen der Sicherheit nicht schneller als Tempo 130 zu fahren.