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22. Januar 2011

HINTERGRUND

Die neuen Hochschulabschlüsse

1999 haben sich in Bologna zunächst 29 (heute sind es 47) europäische Staaten darauf geeinigt, ihre akademische Bildung aufeinander abzustimmen. Eines der Ziele waren vergleichbare Abschlüsse, aufbauend auf ein modular, also in einzelne Lernschritte aufgeteiltes Studium. Dazu wurde das bisherige deutsche Universitätsstudium neu gegliedert. Das erste Studium endet nun mit dem Abschluss Bachelor; es ist auf drei oder auf vier Jahre angelegt. Da der Bachelor als Regelabschluss definiert ist, könnte sich damit das Studium in Deutschland um bis zu zwei Jahre verkürzen. Es soll zudem berufsqualifizierend sein, was andere Studieninhalte verlangt. Wer sich wissenschaftlich weiterqualifizieren will oder wer nach einigen Jahren im Beruf eine spezielle Fortbildung sucht, der kann sich danach für ein Masterstudium bewerben. Wie groß der Anteil der Bachelorstudenten sein soll, die diesen Weg beschreiten können und dürfen, darüber wurde und wird gestritten. Es gibt inzwischen eine unüberschaubare Fülle von Studienangeboten, deren Inhalte zumindest für Außenstehende kaum zu vergleichen sind. Zudem bieten manche Bachelorstudiengänge wirklich grundlegendes Wissen in einem Fach wie Biologie oder Germanistik an, andere produzieren Spezialistentum. Diese Vielfalt erschwert die Entscheidung von Studienanfängern, wo sie was studieren wollen, aber auch die Bewertung der Abschlüsse durch die Arbeitgeber. Eine Reform der Studienreform an den einzelnen Hochschulen soll nun die gröbsten Unebenheiten in der Vergleichbarkeit der Studiengänge beseitigen.

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Autor: amp