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17. Juli 2010

Klimageräte erhöhen die Stromrechnung

Verbände warnen vor Kompaktklimageräten.

  1. Die Klimaanlage sollte nur von einem Fachmann installiert werden. Foto: fotolia.com

Wenn die Sommerhitze in die Wohnung dringt, versprechen Raumklimageräte schnelle und einfache Kühlung. Sie werden derzeit von vielen Bau- und Elektromärkten zu niedrigem Preis angeboten. Doch Klimageräte sind wahre Stromfresser und belasten die Haushaltskasse erheblich, warnen Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen.

Insbesondere mobile Kompaktklimageräte verbrauchen viel Energie für wenig Leistung. Wenn sie die warme Raumluft mit einem Schlauch durch das geöffnete Fenster leiten, strömt warme Außenluft zurück. Das macht die Geräte ineffizient. Selbst ein Kompaktklimagerät der Effizienzklasse A benötigt durchschnittlich 460 Kilowattstunden in den heißen Wochen, kostet den Verbraucher damit rund 100 Euro im Jahr und belastet das Klima mit 287 Kilogramm CO2. Auch Kompaktgeräte mit dem doppelten jährlichen Stromverbrauch sind keine Seltenheit. Hinzu kommt, dass Kompressor und Lüfter Betriebsgeräusche von bis zu 60 Dezibel entwickeln.

Klimafreundlicher und billiger sind in der Regel das bewährte Lüften und schattenspendende Gardinen und Rollläden. "Die etwa 25 Hitzetage in Deutschland im Jahr können auch ohne Klimageräte durch geeignete Vorsichtsmaßnahmen überstanden werden", betont der Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings , Helmut Röscheisen.

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Wer seine Räume unbedingt mit Strom kühlen will, sollte ein sogenanntes Splitgerät von einem ausgebildeten Fachhandwerker installieren lassen. Splitgeräte bestehen aus zwei Elementen, die innerhalb und außerhalb des Gebäudes angebracht werden. Aber auch ein Splitgerät der Effizienzklasse A braucht 540 Kilowattstunden pro Jahr und verursacht damit 337 Kilogramm CO2.

Autor: BZ