Biken in den Dolomiten, Sternenhimmel auf Juist

dpa

Von dpa

Sa, 17. Juni 2017

Reise

NEUES AUS DER REISEWELT:von Völklingen bis Ruanda.

Das Gold der Inkas in Völklingen? Eine Nacht unter dem Sternenhimmel? Oder, ganz exklusiv: ein Besuch bei den Berggorillas in Ruanda. Einige besondere Ziele für Urlauber.

Inka-Gold in Völklingen
Für die Inka waren es Perlen der Sonne, die Spanier sahen nur den materiellen Wert: Der Mythos vom Gold der Inka hat in diesem Gegensatz seinen Ursprung. Die Ausstellung "Inka – Gold. Macht. Gott." dreht sich um die Schätze der peruanischen Hochkultur. Zu sehen ist sie bis zum 26. November auf dem Gelände des Weltkulturerbes Völklinger Hütte im Saarland. Erwachsene zahlen 15 Euro Eintritt. Kinder, Studierende, Schüler und Auszubildende kommen gratis hinein (http://www.voelklinger-huette.org

Schlössertag im Münsterland
Besondere Einblicke in herrschaftliche Häuser bekommen Besucher des ersten Schlösser- und Burgentages im Münsterland. An diesem Wochenende (17. und 18. Juni) öffnen 25 historische Bauten ihre Tore und lassen Besucher in vergangene Zeiten eintauchen. Dabei sind unter anderem das Schloss Neukirchen, die Burg Hülshoff in Havixbeck und das Wasserschloss Rhede. Der Eintritt ist kostenlos (Internet: http://www.muensterland.de

Schlafen unter dem Sternenhimmel
Das Rauschen des Meeres und darüber der Sternenhimmel: Wer immer schon einmal auf einem Deich übernachten wollte, bekommt in der Nacht vom 25. auf den 26. Juni auf der Insel Juist eine Gelegenheit dazu. Anlass für den Abend ist die Ernennung des deutsch-niederländischen Wattenmeers zum Unesco-Weltnaturerbe vor sieben Jahren. Das Paket aus Wattwanderung, Übernachtung auf dem Feldbett und Frühstück kostet pro Person 95 Euro (http://www.juist.de

"Knödeljagd" in den Dolomiten
Auf die Jagd nach einem "Goldenen Riesenknödel" können sich Mountainbiker im Grödnertal in Südtirol machen. Vom 8. bis 10. September sind an den Trails von Gröden Stationen aufgebaut, die es im Zweierteam zu finden und zu absolvieren gilt. Abfahrten mit Ausblick auf Sella, Langkofel und Marmolada sowie abwechslungsreiche Aufgaben sind Teil der Jagd. Dem schnellsten Team winkt als Preis der "Goldene Riesenknödel". Die Teilnahme kostet pro Team 150 Euro (http://www.valgardena.it

Neue Hängebrücke im Wallis
Im Schweizer Kanton Wallis ist der Europaweg zwischen Grächen und Zermatt dank einer neuen Hängebrücke vom Sommer an wieder als reiner Höhenweg begehbar. Die Brücke liegt bei dem Dorf Randa. Sie soll 365 Meter lang sein, der größte Abstand zum Erdboden soll 75 Meter betragen. Nach Angaben von Zermatt Tourismus handelt es sich um die längste alpine Flusshängebrücke der Welt. Der Europaweg ist eine Zweitagestour und bietet als Höhenweg unter anderem eine Aussicht auf das Matterhorn. Seit dem Jahr 2010 war die Route nicht mehr durchgehend auf einem gleichmäßigen Höhenniveau begehbar, nachdem eine frühere Hängebrücke beschädigt worden war. Wanderer mussten seitdem einen anstrengenden Umweg in Kauf nehmen oder die Tour abbrechen (http://www.europaweg.ch

Berggorillas in Ruanda
Ruanda hat den Preis für einen Besuch der in der Wildnis lebenden Berggorillas auf 1500 US-Dollar (rund 1400 Euro) pro Tag verdoppelt. Die Preiserhöhung gelte mit sofortiger Wirkung, bereits bestehende Buchungen zum alten Preis von 750 Dollar blieben aber gültig, erklärte die Regierung des ostafrikanischen Landes. Durch die Preiserhöhung solle mehr Geld für den Artenschutz und die Anwohner der Nationalparks bereitgestellt werden, hieß es.

Touristen können im Nordwesten Ruandas im Vulkane-Nationalpark für einen Tag in den Lebensraum der Gorillas aufsteigen und bis zu einer Stunde eine Gorillafamilie aus einigen Metern Abstand beobachten. Auch in den Nachbarländern Kongo und Uganda gibt es organisierte Touren zu den Gorillas. Dort sind die Touren günstiger, wegen der Sicherheit und der relativ einfachen Reiseplanung sind die meisten Gorillafans jedoch bislang nach Ruanda gereist.

In den drei Ländern leben noch etwa 800 Berggorillas in freier Wildbahn. Berggorillas gelten als vom Aussterben bedroht.
Verpflichtende Reiseversicherung
Thailands Tourismusbehörde plant, dass Besucher des Landes künftig eine Reisekrankenversicherung vorlegen müssen. Das Tourismusministerium habe über einen solchen Vorschlag beraten, erklärt Jaturon Phakdeewanit, Direktor für Tourismussicherheit. Ihm zufolge fielen für die medizinische Behandlung von Besuchern ohne Reiseversicherung in staatlichen Krankenhäusern zuletzt Kosten von drei Milliarden Baht (etwa 78,8 Millionen Euro) pro Jahr an. "Wir müssen dies so schnell wie möglich vorantreiben, weil das Problem ernster wird", sagt Jaturon. Regierungsvertreter werden gemeinsam mit der Tourismusbranche über die Umsetzung der Regel diskutieren, bevor der Vorschlag zur Genehmigung ins Kabinett kommt. Die Dokumente der Reiseversicherung sollen vermutlich bei der Ankunft am Einreiseschalter – zum Beispiel am Flughafen – geprüft werden, da viele Touristen für Thailand kein Visum brauchen. Tourismus gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Thailand. 2017 kamen bereits mehr als 14 Millionen Menschen ins Land.