Besonderes Freizeitvergnügen

Fluchtpunkt: Eisfischen in Ontario

Stephan Brünjes,

Von Stephan Brünjes &

Sa, 19. Januar 2019

Reise

Neujahrskater? Dafür hab’ ich keine Zeit! Sagen jedenfalls Ontarios Eisfischer. Denn am 1. Januar geht hier, im Süden Kanadas, die Forellensaison an vielen der etwa 250 000 Seen der Provinz los. "Hardware Haven" nennen die Einheimischen das – ein Paradies für alle, die durchs vielerorts 50 Zentimeter dicke, hart gefrorene Wasser ein Loch bohren und ihre Angelrute reinhalten. Mein Fluchtpunkt hier: Lake Simon, etwa 1,5 Autostunden von Toronto entfernt. Dieser 48 Kilometer lange und 29 Kilometer breite See misst an der tiefsten Stelle 41 Meter. Bei geeigneten Ködern verstecken sich Forelle und Flussbarsch, Hechte und Zander hier nicht, sondern beißen beherzt an – auch bei Neulingen an der Rute. Während eines winterlichen Ontario-Besuchs ist Eisangeln für mich ein Muss und dazu ein preiswertes Hobby: Man braucht eine Angelrute, geeignete Haken, natürlich Köder und eine Genehmigung. Dazu einen sogenannten Schlangenbohrer, um das Loch ins Eis zu drehen, einen Klapphocker und ein "Ice Shack". Diese kleinen Hütten, die gemietet werden können, schützen ein wenig vor dem oft schneidenden Wind und vor grimmiger Kälte. Ich wähle immer gleich das Modell "Wellblechhütte auf hölzernen Schienen", es muss nicht mit klammen Fingern auf- und abgebaut werden, sondern lässt sich an einer Deichsel vom Schneemobil übers Eis an eine geeignete Stelle ziehen.

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Autoren der Badischen Zeitung

über ihre Lieblingsplätze.