Reute

Uhu mit Netz eingefangen – Störche wohl außer Gefahr

Annika Sindlinger

Von Annika Sindlinger

Di, 03. Juli 2018 um 16:42 Uhr

Reute

Die Zahl der toten Störche in Reute ist auf zehn gestiegen. Der Uhu, der vermutlich dafür verantwortlich ist, wurde eingefangen. Er soll versorgt und wieder freigelassen werden – in sicherer Entfernung.

Bereits am Freitag hatte Martin Kury von der Storchenpflegestation den Uhu morgens neben einem getöteten Storch angetroffen. Der Uhu flog dann aber wieder weg. Zu diesem Zeitpunkt musste der Verein Weißstorch Breisgau den Verlust von sieben Störchen verzeichnen.

Am Dienstagvormittag zeigte sich der Uhu erneut in der Garage der Pflegestation. Frank Rau, Experte bei der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz im Naturschutzbund Deutschland (Nabu), fing ihn mit einem speziellen Netz ein. Diese Entscheidung hatte Gründe: Der Uhu hatte ein verletztes Auge, außerdem fehlte eines seiner Federohren.

Auswilderung in sicherer Entfernung

Die Blessuren könnte er sich im Kampf mit einem der Störche zugezogen haben, erklärte Hermann Birkle vom Weißstorch-Verein. Der eingefangene Uhu wog insgesamt 2,3 Kilo. Damit war er leichter als einige der getöteten Störche. Ob die Eule für alle getöteten Störche verantwortlich ist, ist aber unklar.

Der Uhu wurde zunächst zu einem Falkner in der Umgebung gebracht. Im Anschluss soll er im Nabu-Vogelschutzzentrum in Mössingen versorgt werden, bevor er wieder in die Freiheit entlassen wird – das soll zum Schutz der Störche und des Uhus aber in sicherer Entfernung zur Reutemer Pflegestation passieren.

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