"Das ist besser als Schule"

Verena Pichler

Von Verena Pichler

Sa, 14. Oktober 2017

Rheinfelden

Jugendreferat und Dieter-Kaltenbach-Stiftung ziehen eine durchweg positive Bilanz des Sommerferienprogramms.

RHEINFELDEN. Nochmal Kind sein – diesen Gedanken hegt wohl Jeder einmal. Die Mitglieder des Sozialausschusses taten dies in der jüngsten Sitzung aber ganz bestimmt. Denn sowohl Andreas Kramer vom Jugendreferat als auch Malte Lindemann und Alexander Keil vom Kulturpark Tutti Kiesi machten mit ihrer Rückschau aufs Sommerferienprogramm Lust auf Spielen, Forschen und Basteln.

Für Alexander Keil war es das erste Sommerferienprogramm, das er als neuer Leiter des Kulturparks miterlebte, sein Stellvertreter Malte Lindemann ist hingegen schon ein alter Hase, wenn es darum geht, über drei Wochen täglich mehr als hundert Kinder zu betreuen.

Tutti Kiesi
Auch in diesem Jahr hat die Dieter-Kaltenbach-Stiftung sowohl eine tageweise Betreuung als auch ein Wochenpaket angeboten. Für letzteres gab’s im Schnitt pro Woche 600 Anmeldungen. "Das ist für mich ein Zeichen, dass die Eltern auf die verlässliche Betreuung angewiesen sind." Doch auch die Tagesbetreuung wurde gut nachgefragt. Insgesamt wurden 1837 Kinder angemeldet. Interessanter Fakt, den Keil nicht weiter kommentierte: 64 Prozent der Kinder waren Jungen.

An der Gestaltung des Programms kann es nicht gelegen haben, denn die Palette reichte von kreativen Angeboten, über Ausflüge, Kochen und Backen bis hin zu Werkeln an der Bauhütte. "Die zieht die Kinder jedes Mal magisch an", so Lindemann. Fürs kommende Programm sieht Keil eine Herausforderung: Die älteren Kinder besser einzubinden. "Die haben häufig das Programm schon mehrfach mitgemacht und manche Sachen sind nicht mehr spannend für sie." Eine Idee hat Keil schon, die auch gut ins pädagogische Konzept passt. "Ich könnte mir vorstellen, die Älteren als Ko-Betreuer für die Jüngeren einzusetzen."

Wie gut das Angebot bei den Kindern ankommt, hat eine Umfrage ergeben. "Die Betreuer sind nett, das Mittagessen schmeckt gut", sagten einige Kinder und eines stellte ganz sachlich fest: "Das ist besser als Schule."

Jugendreferat
Auch das Ferienprogramm des Jugendreferats wird von Eltern dankend angenommen. 31 Vereine, Institutionen und Einzelpersonen haben insgesamt 111 Angebote auf die Beine gestellt – der bisherige Höchststand. "1136 Anmeldungen hatten wir online", so Jugendreferatsleiter Andreas Kramer. 792 Plätze konnten vergeben werden an insgesamt 395 Kinder. "Im Schnitt hat also jedes zwei Angebote wahrgenommen." 93 Prozent der Kinder kamen übrigens aus Rheinfelden.

Sehr gut angenommen wurde auch das Spielmobil des SAK. "Gerade für Kinder, die nicht in den Tutti Kiesi kommen können, ist das ein wichtiges Angebot", so Cornelia Rösner, Leiterin des Amtes für Familie, Jugend und Senioren. Deshalb werde der Spielbus auch im kommenden Jahr eingesetzt. "Auch wenn er uns natürlich zusätzlich Geld kostet. Aber das ist es auf jeden Fall wert."