Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
13. Januar 2009 13:11 Uhr
Nach der vierwöchigen Schließung der Inneren
Förderverein stellt Schuldfrage
Der Krankenhaus-Förderverein begrüßt die Wiedereröffnung der Abteilung "Innere" ausdrücklich, stellt jedoch die Frage nach der Schuld für die vierwöchige Schließung.
Der Verein hält jedoch in einer Erklärung ausdrücklich fest,, dass es sich bei der Wiedereröffnung nicht um etwas "Neues", sondern lediglich um die Wiederherstellung von Normalität handelt. Seit Eröffnung des Krankenhauses im Jahre 1975 war immer eine Innere Abteilung vorhanden, die zum guten Ruf der Klinik erheblich beigetragen hat, heißt es in der Erklärung. Zu fragen sei deshalb nach der Verantwortung für die vierwöchige Schließung mit allen ihren negativen Auswirkungen auf die Rheinfelder Patienten, die in überfüllte Kliniken in Lörrach und Schopfheim eingewiesen wurden.
Die Streichung der Chefarztstelle "Innere" in Rheinfelden wird vom Förderverein weiterhin nicht akzeptiert. Er erinnert Landrat Schneider an seine Zusage im Gespräch mit dem Krankenhaus-Förderverein am 27.November 2008. Damals habe sich Schneider dahin gehend geäußert, dass eine solche standortübergreifende Leitung "nicht in Stein gemeißelt sei". Bisher gebe es keine befriedigende Antwort dafür, warum die Chefarztstelle in Rheinfelden in der Abteilung "Innere" gestrichen worden ist. "Würde sie – was man zunächst eigentlich unterstellt – wirtschaftlich und ökonomisch handeln, müsste sie ohne Zögern einen neuen Chefarzt einstellen, da dieser noch in keinem Falle ein Verlustgeschäft gewesen ist", ist Vorsitzender Rolf Karrer überzeugt. Nur ein dauerhafter Chefarzt könne dafür sorgen, dass das Image der Klinik wieder gesteigert werden könne.
Werbung
Karrer geht auch auf die Situation der Mitarbeiter ein, die "verbessert" werden müsse – in Form von ausreichendem Personalbesatz mit angemessener Entlohnung im ärztlichen wie im pflegerischen Bereich. "Hilferufe mittels Leserbriefe sind hier offensichtlich nur die Spitze des Eisberges". Der Fördervereins verlangt, dass auch die Streichungen von Küche, Labor, Chirurgie, Bereitschaftsdienst Anästhesie und Verwaltungschef wieder rückgängig gemacht werden. "Der Förderverein ist bereit, mit den Verantwortlichen der GmbH zusammen zu arbeiten. Er erwartet jedoch, dass seine Vorschlage und Überlegungen ernst genommen werden und in die Entscheidungsvorgänge einfließen", heißt es abschießend.
Autor: bz
