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14. Februar 2015

Große Politik zum Abi im Klassenzimmer

Bundestagsabgeordneter Armin Schuster stand im Georg-Büchner-Gymnasium Rede und Antwort.

  1. Bundestagsabgeordneter Armin Schuster beantwortet Fragen der Schüler im Georg-Büchner-Gymnawsium. Foto: Friederike Nottbrock

RHEINFELDEN. Kaum eine Region in Deutschland ist so weit von Berlin entfernt wie der Landkreis Lörrach/Müllheim. Deshalb besuchte Armin Schuster, der CDU-Bundestagsabgeordnete des Landkreises Lörrach/Müllheim, vor Ferienbefginn die Neigungskurse Gemeinschaftskunde des Georg-Büchner-Gymnasiums Rheinfelden. Aus erster Hand berichtete er von seiner Arbeit im Wahlkreis und Bundestag und stellte sich den Fragen der Oberstufenschüler.

Besonders für die Schüler der Klassenstufe 12, deren schriftliche Abiturprüfung in wenigen Wochen beginnt, bot der Besuch eine gute Möglichkeit die im Unterricht erlernte Theorie durch die praktische Erfahrung eines Bundestagsabgeordneten zu erweitern. So stand das Abiturthema "Politische Institutionen" in der ersten Hälfte des Besuches im Vordergrund, wozu sich die Schüler in den vorangegangenen Schulstunden Fragen überlegt hatten.

Interesse bestand insbesondere an aktuellen Themen wie Pegida oder der AfD. Armin Schuster meinte, dass sie in Zukunft keine große Rolle mehr spielen werden. Auch zu der derzeit übergroßen Mehrheit der Regierungskoalition im Bundestag äußerte er sich und meinte, dass diese für ihn als CDU-Mitglied sehr vorteilhaft sei. Jedoch beklagte er auch das fehlende Kopf-an-Kopf Rennen: "Eine starke Opposition ist zwar viel anstrengender, aber auch viel spannender!" Auch zu den Themen Medien und Lobbyismus wurden interessierte und kritische Fragen gestellt. Weiter teilte Schuster viele seiner persönlichen Erfahrungen aus dem Alltag eines Politikers im Bundestag mit den Schülern, die überrascht auf die Tatsache reagierten, dass er bis zu 80 Stunden die Woche arbeite und ständig von Berlin nach Lörrach pendele.

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Eine besondere Aufgabe hatte Simone Rung, Lehrerin der beiden Kurse, in Form einer Abi-Aufgabe aus den letzten Jahren vorbereitet, um zu zeigen, was in ein paar Wochen auf die Abiturienten zu kommen wird. Diese sollte der Abgeordnete so gut wie möglich beantworten.

Die zweite Hälfte des Besuches übernahmen die Schüler der elften Klasse, die sich im Unterricht mit dem Thema Sicherheit und Freiheit beschäftigt hatten. Ihre Fragen standen aus aktuellem Anlass in Zusammenhang mit dem Anschlag auf Charlie Hebdo in Paris und die damit verbundenen Frage nach mehr Sicherheit. Schuster stellte hierbei die geplanten Sicherheitsgesetze wie die Vorratsdatenspeicherung oder die Abstimmung europäischer Fahndungssysteme aufeinander, vor, betonte dabei aber, dass diese bereits vor dem Attentat in Paris geplant waren. Als ehemaliger Polizist konnte er das Geschehene auch von einer nicht-politischen Seite beleuchten.

Nach etwa anderthalb Stunden ging die Fragerunde zu Ende. Für die Jugendlichen hatte sich der Einblick in die Politik gelohnt, und vielleicht erinnern sie sich an das ein oder andere Gehörte, wenn sie in sechs Wochen über ihren schriftlichen Abiprüfungen s(chw)itzen.

Autor: Friederike Nottbrock