Festival

Herten: Markhof rockt und 600 Besucher kommen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 16. Juli 2018 um 15:17 Uhr

Rheinfelden

Zum 14. Mal hat hinterm Markhof in Herten das außergewöhnliche Festival "Markhof rockt" stattgefunden. Von Beginn an wird die Veranstaltung vom Inklusionsgedanken getragen – und von fetten Beats.

Rund 600 Besucher aus der ganzen Region feierten am Wochenende bis spät in die Nacht. Es spielten Bands wie "Fourtynine", "The Savants", "Brainholz", "Ladies Ballbreaker" – alle aus dem Dreiländereck sowie "Electric Lady" aus Tschechien. Das Festival startete mit den "Fourtynine". Die Formation aus dem Markgräfler Land spielte einen Hard-Funk. Die vollen Grooves und Bläsereinlagen nahmen die Besucher von Anfang an mit. "Bei uns spielen von Beginn an Headliner", sagt Peter Schneider vom Organisationsteam mit Anette Redemann. Eine Band, die eine feste Größe in der Alternativszene ist, stand im Anschluss auf der Bühne: "The Savants". Der Name der Band nimmt auf das "Savant-Syndrom" Bezug. Ein Phänomen, bei dem Menschen, die eine Entwicklungsstörung aufweisen, außergewöhnliche Leistungen in einem Teilbereich vollbringen. Die Band nennt sich so, weil sie außergewöhnliche Musik macht.

"Für uns war Inklusion immer ein Thema. Damals wollten wir Begegnung in einer Behinderteneinrichtung schaffen." Peter Schneider
Eine Mischung aus Punk, Rock, Metal und Folk. Rockig ging es mit "Brainholz" aus der Schweiz weiter. Als Nächstes hätte eine reine Frauenformation auf der Bühne stehen sollen. Doch die Frontfrau der "Ladies Ballbreaker" aus dem südfranzösischen Montpellier war mit Stimmproblemen ausgefallen. Die Band ließ sich den Auftritt jedoch nicht entgehen und ersetzte sie durch einen Sänger. Wer AC/DC Fan ist, kam hier voll auf seine Kosten. "Neben der Musikqualität müssen wir bei ’Markhof rockt’ natürlich auch darauf achten, dass die Bands bezahlbar sind", erzählt Peter Schneider, der für die Arrangements zuständig ist. "Hier hatten wir Glück, dass die "Ladies Ballbreaker" gerade in der Schweiz tourten". Mit tschechischen Funk-Rock-Band "Electric Lady" aus Prag endete das Festival. Das Rocktrio spielte Funk, Blues und Soul.

Was 2005 als Idee von Schülern der Theresia-Scherer-Schule für Sozialberufe am St. Josefshaus Herten begann, ist mittlerweile zu einer festen Festivalgröße im Dreiländereck geworden."Für uns war Inklusion immer ein Thema. Damals wollten wir Begegnung in einer Behinderteneinrichtung schaffen", so Schneider.