Inklusives Wohnprojekt hat Richtfest

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 08. August 2018

Rheinfelden

St. Josefshaus bietet Wohnen in der Burgfeldstraße.

RHEINFELDEN-HERTEN (BZ). Bei Häusern ohne Dachstuhl spreche man statt von Richtfest von einem "Deckenfest", sagte Christoph Dürdoth, Vorstand des St. Josefshauses: "Wir können es uns heute ein bisschen aussuchen." Tatsächlich wird das L-förmige inklusive Wohnhaus des St. Josefshauses in der Burgfeldstraße 7 am westlichen Ortseingang Hertens vier Wochen zeitlich versetzt gebaut, sodass die Zimmerleute den Dachstuhl des kleineren Gebäudeteils zum Richtfest bereits fertig haben, während im längeren Teil bereits mit dem Innenausbau begonnen wurde, aber noch das Dach fehlt.

Bezugsfertig ist das Gebäude im Juni 2019. Dann wird es drei Wohnungen mit stationärer Betreuung für je acht Bewohner aus Wohnungen des St. Josefshauses beinhalten sowie sechs Wohnungen zwischen zwei und fünf Zimmern, die auf dem freien Markt vermietet werden, teilt das St. Josefhaus mit.

Von diesen sechs Wohnungen wird eine für Betreutes Wohnen eingerichtet, das heißt Selbstversorgung mit ambulanter Betreuung. Eine der Wohnungen wird nicht barrierefrei sein, weil sie nur durch eine Außentreppe erreichbar ist. "Sonst hätten wir einen weiteren Flur durchs ganze Gebäude legen müssen", erklärt Andreas Lais, Leiter des Gebäudemanagements. Nötig wird der Neubau, weil das Bernhardshaus auf dem Campus des St. Josefshauses, aus dem die Mehrheit der Bewohner der neuen Wohnungen stammen wird, nach der neuen Landesheimbauverordnung nicht mehr finanziell vertretbar saniert werden kann und abgerissen wird. Um die restlichen Bewohner neu unterzubringen, ist ein weiteres Wohnhaus in Planung. Die Grundstücke an der Burgfeldstraße gehören dem St. Josefshaus, das dort bereits mehrere Wohnungen gebaut hat. Für den Bau verantwortlich zeichnet das Architektenbüro Moser Lörrach. Der Spatenstich fand im vergangenen September statt; das Gebäude wird 5,6 Millionen Euro kosten.