Kinder spielen und gestalten

Danielle Hirschberger

Von Danielle Hirschberger

Di, 03. Juli 2018

Rheinfelden

Die Ambulante Familienhilfe des St. Josefshauses bietet Familien in den Ferien Entlastung.

RHEINFELDEN-HERTEN. Die Ankunft eines Kindes wirbelt das Leben einer Familie auf, alles ändert sich. Noch mehr, wenn das Kind eine Behinderung hat. Familien mit diesem Hintergrund leisten viel. Die Ambulante Familienhilfe des St. Josefshauses hat Angebote, die entlasten sollen. So gibt es in allen Schulferien Programme für Kinder und Jugendliche mit Behinderung, die geöffnet sind auch für Geschwisterkinder. Isabelle Dockweiler und Sonja Falkenberg organisieren das Angebot.

Die Angebote der Ambulanten Familienhilfe finden im Haus Elisabeth statt. Dieses ist nach dem Umbau 2015/16 barrierefrei, verfügt über große Gruppenräume, einen Ruheraum, ein Pflegebad und hat Platz für den Fuhrpark, der aus mehreren Rollstühlen und Stehhilfen besteht. Hinter dem Haus gibt es eine große gesicherte Rasenfläche, ein Trampolin, eine Tischtennisplatte und Hochbeete für Rollstuhlfahrer. Die Kinder kommen gerne, es gibt für jeden Tag ein Programm mit einem abwechslungsreichen Freizeitangebot. Es kann viel gemacht werden, weil die Voraussetzungen dafür geschaffen wurden. Ein Ferienprogramm für Kinder mit Behinderung muss auch darauf eingestellt sein, Medikamente oder eine spezielle Ernährung zu verabreichen, es enthält viel Pflege und die Spanne, wie Kinder sinnvoll beschäftigt werden können, ist riesig.

Für die Ferienprogramme werden Kinder ab drei Jahre bis zum Ende der Schulpflicht aufgenommen. Es ist ein Ganztagesangebot von 9 bis 16 Uhr.

Vielseitige Angebote und Zeit zum Herumtoben

In den Pfingstferien wurden etwa der Basler Zoo besucht und ein Garten gestaltet. "Toben und fröhlich sein ist ein ganz wichtiger Programmpunkt", sagt Sonja Falkenberg, dazu gehört Kicken mit dem jungen Helfer. Deshalb ging es auch ins Tutti-Kiesi. Um mit den besonderen Kindern richtig umgehen zu können, müssen die Mitarbeiter des St. Josefshauses viel über diese wissen. Sie besuchen im Vorfeld des Ferienangebotes die Kinder in der Schule oder zu Hause und leihen bei Bedarf medizinische Hilfsmittel aus. "Manchmal muss man sich auch einfach die Zeit nehmen und ein Kind in den Arm nehmen, das Nähe braucht", sagt Isabelle Dockweiler.

Für die Ferienangebote setzt das St. Josefshaus nebenamtliche Kräfte ein, die, je nach Anzahl der teilnehmenden Kinder, berufen und nach Stunden bezahlt werden. Auch Ferienjobber sind eine willkommene Hilfe. Eine Familie kann das Angebot individuell zusammenstellen, die ganze Woche buchen oder einzelne Tage, es können Zusatzzeiten vor und nach der Kernzeit erfasst werden. Eltern bekommen das Programm der Ambulanten Familienhilfe zwei Mal pro Jahr zugeschickt. In den Sommerferien gibt es vier Wochen Ferienprogramm, das ist 2018 bereits ausgebucht, nur einzelne Angebote sind noch frei.

Die Angebote der Ambulanten Familienhilfe kosten Geld. Behinderte Kinder werden in Pflegestufen erfasst, dazu gibt es finanzielle Unterstützung für die Eltern, auch für die Ferienprogramme. "Wichtig ist eine gute Beratung, viele Eltern wissen gar nicht, was möglich ist", so Dockweiler.

Kontakt: Ambulante Familienhilfe im St. Josefshaus Herten, Tel. 07623/470646