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20. März 2017 12:39 Uhr

Besuch

Kultusministerin besucht die größte Grundschule im Landkreis

"Das ist ja super", die Begeisterung über den fulminanten Empfang der Goetheschüler stand Kultusministerin Susanne Eisenmann beim Besuch der größten Grundschule im Landkreis ins Gesicht geschrieben.

  1. Aufgeschlossene und offene Schüler erlebte die Kultusministerin bei ihrem Besuch in der Goetheschule. Foto: Ingrid Böhm-Jacob

  2. Foto: Ingrid Böhm-Jacob

  3. Unterricht mit dem Schulhund Paula Foto: Ingrid Böhm-Jacob

  4. Aufgeschlossene und offene Schüler erlebte die Kultusministerin bei ihrem Besuch in der Goetheschule. Foto: Ingrid Böhm-Jacob

  5. Aufgeschlossene und offene Schüler erlebte die Kultusministerin bei ihrem Besuch in der Goetheschule. Foto: Ingrid Böhm-Jacob

  6. Mit dem Rapsong Goetheschule begrüßten die Kinder die Ministerin. Foto: Ingrid Böhm-Jacob

In der Besuchsreihe Klassentreffen – unterwegs in Sachen Bildung bekam die CDU-Landespolitikerin bei ihrem ersten Besuch im südwestlichsten Schulbezirk ein farbenfrohes Bild vom Unterricht an einer Grundschule mit 460 Schülern in 21 Klassen geliefert. Die Klassen eins bis fünf standen bei ihrem Eintreffen Spalier und auch Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer und Oberbürgermeister Klaus Eberhardt als Repräsentant der Stadt als Schulträger freuten sich über den lautstark aus zahlreichen Schülerkehlen begeistert intonierten Rap-Song: "Wir sind die Goetheschule".

Einblick in das Angebot der Goetheschule

Das komplette Unterrichtsprogramm, das in 21 Klassen von 30 Lehrern an der Schule geboten wird, erlaubte der knappe Zeitrahmen nicht anzuschauen. Aber stichprobenweise wurde Eisenmann doch ein vielschichtiges Bild mit Abstechern in verschiedene Klassen und ihre Projekte vermittelt.

180 Kinder werden an der Goetheschule ganztägig unterrichtet und betreut. Die Grundschule hat dabei besondere Herausforderungen zu meistern, wegen eines hohen Anteils von Kindern mit ausländischen Wurzeln. Die Besucher konnten sich dabei ein Bild machen, wie in Vorbereitungsklassen unterrichtet wird, denn bei 208 Kindern mit Migrationshintergrund bleibt es eine Daueraufgabe, die Deutschkenntnisse auf- und auszubauen. Lernen nach Regeln der Pädagogik und Didaktik verläuft dabei auch in vielen spielerische Formen mit bildhaften Elementen.

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Ein Aha-Erlebnis bescherte der Besuchergruppe an der auch Schulamtsdirektor Helmut Rüdlin (Lörrach) teilnahm, die Begegnung mit Schulhund Paula in einer ersten Klasse. Die Ministerin fand es einen beispielhaften Ansatz, mit dem Haustier den Kindern viele Regeln des Zusammenlebens zu vermitteln und dass es im Umgang mit Tieren auf Rücksicht und Vernunft ankommt.

Ihr Eindruck nach dem Rundgang durch Klassen: "Es ist eine schöne Schule". Beeindruckt hat, dass diszipliniertes Lernen vorherrscht, davon gaben die vielen offenen Zimmertüren einen Eindruck. Für Eisenmann vermittelte das Erlebnis Goetheschule eine "wohltuende Atmosphäre".

Zum Klassentreffen gehörte in Rheinfelden auch das anschließende Gespräch hinter geschlossenen Türen, um auch die Probleme und sorgen von Schulleitung, Lehrern, Eltern und Schulträger in Sachen Bildung zu erläutern, ehe es für die Ministerin weiter nach Bad Säckingen zum nächsten Klassentreffen ging.

Losgelöst von der Goetheschule gab Eisenmann aber zu verstehen, dass Lehrermangel ein bekanntes Problem sei und für sie auch nachvollziehbar, dass diese Situation "für Eltern unbefriedigend". Sie kündigte für die Landesregierung an, dass ein Lehrergewinnungskonzept aufgelegt werde, um gerade die schwierige Lehrerversorgung an den 2500 Grundschulen in Baden-Württemberg zu verbessern. Die flächendeckende Lehrerversorgung bleibe das Ziel.

Autor: Ingrid Böhm-Jacob