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23. November 2016

Mitfahrerbank löst gemischte Gefühle aus

Ortschaftsräte sehen Gefahren für Kinder und Frauen / Standort am Rathaus wird als nicht geeignet angesehen.

ADELHAUSEN. Die Idee einer Mitfahrerbank stößt nicht auf große Gegenliebe im Ortschaftsrat. Auch der von der Verwaltung vorgeschlagene Standort am Rathaus wird in Frage gestellt. Bevorzugt wird die Bushaltestelle am Ortsausgang Richtung Eichsel.

Die Mitfahrerbank wurde beim diesjährigen Ideenwettbewerb im Rahmen der städtischen Klimatage mit dem ersten Preis prämiert (die BZ berichtete). Über die Mitfahrerbank kann ein Wartender sein Ziel mittels umklappbaren Schildern signalisieren. Mit nur einem Handgriff sehen die Autofahrer: Da möchte einer zum Bahnhof, nach Eichsel oder nach Minseln. Die Idee ist nicht neu, andernorts sind die Mitfahrerbänke schon im Einsatz.

Im Ortschaftsrat löste die Idee aber gemischte Gefühle aus. "Wer setzt sich denn auf die Bank und wartet, bis ihn einer mitnimmt?", fragte Ortsvorsteherin Silvia Rütschle (Freie Wähler). "Die Buslinie wurde auch erst verbessert." Kindern bringe man bei, nicht bei Fremden einzusteigen und auch Frauen könnten nicht überall einsteigen, hieß es von Seiten der Ortschaftsrätinnen. "In der Praxis funktioniert das in Adelhausen schon ohne Mitfahrerbank. Wenn jemand an der Bushaltestelle steht, dann nimmt man den doch mit", meinte Gabriele Kuder (SPD).

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"Gefährliches kann man nie ausschließen", so Ortschaftsrat Aribert Gerbode (CDU). Unterstützung bekam er von Hansjörg Kähny (SPD) und dem Freien Wähler Stefan Sutter. Besonders bei Kindern gäbe es immer Bedenken, aber das müssten die Eltern entscheiden, ob sie ihrem Nachwuchs die Nutzung der Mitfahrerbank erlaubten. Für Erwachsene sei es eine nützliche Einrichtung.

Der von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Standort am Rathaus wurde von den Ortschaftsräten jedoch als ungünstig erachtet und als Standort die Bushaltestelle am Ortsausgang in Richtung Eichsel bevorzugt. Das Gremium sprach sich dafür aus, die Idee grundsätzlich zu begrüßen, möchte aber seine Bedenken deutlich gegenüber der Stadt formulieren.

Autor: Horatio Gollin