Mobbing wird thematisiert

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 28. Juni 2018

Rheinfelden

Karl-Rolfus-Schule.

RHEINFELDEN-HERTEN (BZ). "Ein wirkliches Problem ist Mobbing nicht an der Karl-Rolfus-Schule", sagt die Standortleiterin Christine Langen. Der Wunsch nach einer Veranstaltung, die sich mit Mobbing befasst, sei von der Schülermitverantwortung (SMV) gekommen: "Sie bekamen das Thema aus den Medien mit und führten eine Umfrage unter ihren Mitschülern durch, die ein großes Interesse belegte."

Um zu verstehen, was Mobbing für Täter und Opfer bedeutet, hatten die jüngeren Schüler der SMV kleine Videos gedreht, die typische Mobbingszenen zeigten. Gegen die Täter zusammenhalten und Mobbing den Lehrern melden, waren die Botschaften der Filme.

"Besonders schwierig ist es für die Schüler, den Unterschied zwischen Mobbing und Streit zu erkennen", erläutert Langen. Weil eine gute Konfliktbewältigung für die Schule aber genauso wichtig ist, hatte Schulsozialarbeiterin Eva Eckerlin mit den älteren SMV-Schülern eine kurze szenische Darstellung erarbeitet, in der sich erstmals sechs Streitschlichter ihren Mitschülern vorstellten.

Das Konzept sieht vor, dass montags in der Mittagspause die Streitschlichter zusammen mit Eckerlin zur Verfügung stehen, um bei Streitigkeiten zu vermitteln. Ihre Maxime im Streitfall ist: zuhören, ausreden lassen und keine Beschimpfungen. "Wichtig ist, darüber zu sprechen, was jede der beteiligten Personen getan hat", verdeutlicht Eckerlin. Erkennbar sind die Streitschlichter an ihren gelben Warnwesten. Streit unter den Schülern der Karl-Rolfus-Schule entsteht laut Eckerlin meist aufgrund mangelnder Kommunikation: "Jemand hat keine Lust zu spielen", sagt sie; "oder viele wollen gleichzeitig die beiden Kettcars verwenden." Zu körperlicher Gewalt komme es sehr selten, es werde aber schnell laut.