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30. Juli 2015

Schüler dürfen ausprobieren

Drei Projekttage am Georg-Büchner-Gymnasium.

  1. Schüler spielen ein Lied mit ihren selbstgebauten Panflöten. Foto: Friedrike Nottbrock

  2. Völlig verschieden waren die Projekte, denen sich die Schüler während drei Tagen widmen konnten: Jannik Wuchner und Tim Rosohl waren die Gewinner des Wettfahrens mit Modellautos; andere Schüler bauten Insektenhotels und Daria Juterev und Jannik Mirkai (Klasse 11) brachten den Schülern Salsa bei. Foto: Friederike Nottbrock

  3. Foto: Friederike Nottbrock

  4. Foto: Friederike Nottbrock

RHEINFELDEN. Einmal einen Antrieb für ein Modellauto entwerfen, eine Panflöte bauen oder Salsa tanzen lernen: Bei den diesjährigen Projekttagen am Georg-Büchner-Gymnasium Rheinfelden konnten die Schüler über drei Tage hinweg mal etwas ganz Neues ausprobieren und viele neue Erfahrungen sammeln. Klassenzimmer wurden zu Nähzimmern oder Tanzstudios, Gänge zu Bastelwerkstätten und die Turnhalle zu Volleyballfeldern umfunktioniert, wodurch die Schüler die Schule einmal ganz anders erlebten.

Und auch für die Schule selber wurde etwas getan: Eine Schülergruppe hatte sich die Schulhofverschönerung vorgenommen und brachte mit der Bemalung von Bänken und anderen Sitzflächen ein paar bunte Farbtupfer an die Schule.

"Zum Ende des Schuljahres hin ist die Motivation der Schüler bei solchen Projekttagen natürlich viel größer, als bei normalen Schulfächern wie Deutsch oder Mathe", erzählt Frank Schührer, Lehrer am GBG. Es sei außerdem sehr schön, mit den Schülern einmal andere Dinge anzuschauen, die abseits vom regulären Schulstoff lägen. "Die Schüler freuen sich einfach, mal anders tätig zu sein."

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Und ob Autos oder sogenannte Insektenhotels gebaut, ein Musikvideo gedreht, das japanische Brettspiel GO gelernt und gespielt oder Französisch gekocht wurde: anders als der normale Unterricht war es allemal. Das vielfältige Programm fand meist innerhalb des Schulgebäudes statt, ein paar Projekte fanden jedoch auch den Weg heraus aus der Schule. So fuhren einige Schüler ins St.-Josefshaus Herten, lernten dort Menschen mit Behinderung kennen und erfuhren mehr über das Leben mit Handicap in Rheinfelden.

Außerdem widmete sich eine Gruppe von Schülern dem Mountainbiken, und fuhr zusammen nach Möhlin und Bad Säckingen. Selbst unerfahrene Schüler konnten daran teilnehmen und machten in den drei Tagen enorme Fortschritte.

Auch in anderen Projekten gab es viele Anfänger der jeweiligen Künste. "Manche der Schüler hier haben in ihrem Leben noch nie genäht und haben jetzt eigene Taschen hergestellt", freut sich Simone Rung, die das Näh-Projekt organisierte und betreute. Und Jugendliche, die noch nie Salsa getanzt hatten, beherrschten am Montag einige Figuren perfekt.

Organisiert wurden die Projekttage, die am GBG alle zwei Jahre stattfinden, in diesem Jahr von der Projekttagegruppe bestehend aus den Lehrerinnen Julia Neugebauer, Judith Neumann, Maja Haas und Birgit Vouga, die sich um den zeitlichen Rahmen und die Wahlen und Einteilung der Schüler kümmerten. Für die Betreuung der einzelnen Projekte sorgte dann das restliche Kollegium, jedoch auch Schüler aus den Stufen 10 und 11.

"Wir hoffen einfach, dass die Schüler drei schöne Tage erleben konnten und schöne Erinnerungen mitnehmen", so Schührer. Außerdem könnten sich die Jugendlichen, insbesondere die Gruppe der Schulhofverschönerung, so besser mit der Schule identifizieren. "Die Schüler kommen dann nach den Sommerferien wieder in die Schule und sehen: ‚Das haben wir gemacht!‘" Ein Projekt beschäftigte sich mit dem bevorstehenden Jubiläum des Gymnasiums im Sommer 2016, an dem geplant ist, die Chronik der Schule und eine Reise durch die Zeit darzustellen. Im kommenden Schuljahr soll hierzu eine AG angeboten werden.

Zur Präsentation der Ergebnisse hatte eigentlich eine Art kleines Schulfest stattfinden sollen. Da dies jedoch nicht klappte, präsentierten die Schüler ihr erarbeitetes Können im kleinen Kreis. So führten einige Schüler beispielsweise englische Sketche vor, eine andere Gruppe von Schülern hatte ein Lied mit ihren selbstgebauten Panflöten eingeübt, und mit den selbstgebauten Autos wurde ein Wettfahren veranstaltet. Und auch so stellten die diesjährigen Projekttage kurz vor Beginn der Sommerferien einen gelungenen Abschluss des Schuljahres dar und werden den Schülern wahrscheinlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Autor: Friederike Nottbrock