St. Josefshaus zeigt, was es alles leistet

Danielle Hirschberger

Von Danielle Hirschberger

Mo, 25. Juni 2018

Rheinfelden

Viele Besucher nutzen das Sommerfest, um die das Sozialunternehmen für Behinderten- und Altenhilfe bei einem informativen Programm zu erleben.

Das Wetter war ideal, die Angebote zum Kaufen und Schauen riesig, das Programm so vielseitig, dass es schwierig wurde, eine Auswahl zu treffen. Es gab Infostände, Mitmachangebote und Vergnügungsmöglichkeiten wie Karussell oder Hüpfburg. Stefan Zandt am zentralen Informationsstand fasste zusammen: "Das Sommerfest im Sankt Josefshaus ist wie immer ein tolles Fest".

Kinder im Alter von acht bis 10 Jahren aus der Scheffelschule und der Karl-Rolfus-Schule (KRS) erarbeiteten gemeinsam das Theaterstück "Mats und die Wundersteine" und führten es auf. Die Lehrerinnen Veronika Mehlin (KRS) und Christelle Ranc hatten ein Jahr mit ihnen das Stück des Schweizer Autors Marcus Pfister geprobt. Nun donnerten die Kinder als kleine Mäuse mit Freude über die Bühne und erzählten die Geschichte mit dem ernsten Hintergrund zum Raubbau an der Natur.

Bühnenspiel und Blick hinter Kulissen

Denn als alle Wundersteine abgebaut sind, bricht der Felsen auseinander auf dem die Mäuse wohnen. Die Berufschulstufe der KRS hatte mit viel Geschick die Kulisse hergestellt. Das beeindruckende Theaterstück wird am Dienstag und Mittwoch, 26. und 27. Juni jeweils 10.30 Uhr wiederholt.

Zum Sommerfest kamen wieder viele Angehörige, die auch weite Fahrten auf sich nehmen. Dies nutzte die Einrichtung der Behinderten- und Altenhilfe, um wichtige Informationen weiter zu geben. Im Verwaltungsgebäude war ein Modell der zukünftigen Bebauung auf dem Markhof zu sehen. Ralf Zwettler-Modrok (Daniel-Danner-Haus) und Peter Schneider (Martinshaus) informierten über das umfangreiche Vorhaben, das bis 2028 geplant ist. Bewohner, Mitarbeiter, Stadtverwaltung und Fachleute haben gemeinsam am Entwurf gearbeitet. Die Markhof-Ranch mit Therapiepferden bleibt, das Heilig-Geist-Haus ist bereits leer und wird abgerissen. Als Bebauung ist ein Wohnquartier mit Laden, Kiosk und Kindertagesstätte geplant.

Wenn ein Familienmitglied an Demenz erkrankt ist, braucht er viel Unterstützung. Schüler und Fachkräfte der Theresia-Scherer-Schule für Altenpflege informierten, wie mit einfachen Umbauten eine Wohnung so gestaltet werden kann, dass die Erkrankten länger darin leben können.

Wichtige Informationen aus der Altenpflege

Johanna Kustinyk, Julia Aissa und Irma Frank zeigten Hilfsmittel wie Besteck mit dickerem Griff, ein Herd, der sich automatisch abschaltet und ein Telefon mit Fotos auf den Wahltasten.Sie führten Gäste in kleinen Gruppen durch eine umgestaltete Musterwohnung und machten anhand eines Rollenspiels auf Defizite der Erkrankten und Lösungen aufmerksam.

Große und kleine Gäste erfreuten sich an dem Angebot der Kunstküche zur Gestaltung von Schmuck, Spielholzhäuschen, Traumfänger oder Dekoration. Zur Führung durch die Kunstausstellung "Rollover II" gab es ein Kunstvermittlungsheft. Zum Vergnügen luden die Angebote hinter der Halle und die Hüpfburg neben dem Servicezentrum ein. Ganz wichtig für die Bewohner ist die Verköstigung. Sie können Pommes frites, Kuchen und Eis nach Herzenslust essen. "Die ausufernde Vorfreude wird liebevoll von den Mitarbeitern begleitet", sagte Dürdoth, der weiß, wie wichtig das Sommerfest für die Bewohner ist. Melonen, Ananas und Weintrauben sorgten für einen Vitaminschub aus gesundem Obst.

Am Samstag boten die Alten Herren des SV Herten und am Sonntag Mitarbeiter im Kinderhaus Osypka das Kontrastprogramm. Die Pferde Illy und Alfie zogen die Kutsche und ließen Kinder auf ihrem Rücken reiten. Im Haus Elisabeth konnten sich Besucher über Familien unterstützende Dienste informieren. Auf der Bühne gab es Musik der Schülerband, von Catfish, ein Platzkonzert des Musikvereins Herten und Unterhaltung mit der Gruppe "Charme und Melone". Das Badenova-Bähnle hielt mobil, so dass eine überwältigende Vielfalt erlebt wurde.

Fotos vom Sommerfest gibt es unter:   http:// mehr.bz/josef18