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06. Dezember 2016

Umwelttechnik gibt es seit fünf Jahren

Technisches Gymnasium an der Gewerbeschule lädt zum Tag der offenen Tür ein / Interdisziplinäre Ausrichtung.

  1. Zeichnet fürs Technische Gymnasium verantwortlich: Richard Krischak Foto: Peter gerigk

  2. Jürgen Maulbetsch Foto: Peter Gerigk

RHEINFELDEN. Das Technische Gymnasium für Umwelttechnik an der Gewerbeschule des Landkreises entwächst den Kinderschuhen. Vor fünf Jahren gegründet, bietet es Schülern das Ausbildungsziel Abitur und Fachhochschulreife. Der Durchschnitt ihrer Abschlussnoten verbesserte sich stetig, freuen sich Schulleiter Richard Krischak und Gewerbeschulleiter Jürgen Maulbetsch. Sogar ein junger Asylbewerber, der aus Syrien kam, drückt die Schulbank. Für die Stadt ist die Schule ein wichtiger Bestandteil der Bildungslandschaft.

Als Schwerpunkt des Technischen Gymnasiums (TG) hebt Krischak die individuelle Förderung in der Eingangsstufe hervor. Sie unterstützt die Schüler mit dem mittleren Bildungsabschluss darin, ihnen effektive Lernstrategien in die Hand zu geben. Bei den Hüttentagen in Bernau beginnt dies. "Wenn die Atmosphäre stimmt, stimmt auch das Lernklima", sagt Krischak. "Den positiven Effekt der Kennenlerntage spüren auch die Kollegen deutlich, die nicht dabei sein konnten."

Eine Studien- und Berufsberatung ist an der Schule integriert. In der Oberstufe nehmen die Schüler an Informationstagen von Universitäten teil. In Freiburg, Zürich, Stuttgart, Konstanz und München waren sie bereits. Bei Betriebsbesichtigungen blicken sie in die Berufswelt. Sie besuchten das Schülerlabor von Novartis in Basel, wo sie selbst experimentieren konnten, das Holzkraftwerk Basel, Energiedienst, Vogt Plastic, die Kläranlage in Herten und die Firma Schäuble Regenerative Energiesysteme in Rickenbach.

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96 Absolventen
Der Kontakt mit den an der Gewerbeschule unterrichteten Asylbewerbern schärfe die Realität der Jugendlichen, stellt Krischak fest. Ihnen werde damit auch der Wert von Bildung bewusster, "denn sie treffen unter anderem auf junge, gebildete und motivierte Menschen, die sich hier ihre Zukunft aufbauen wollen". Er ziehe den Hut vor dem jungen Syrer am TG. "Er ist sehr gut." Künftig sollen mehr Flüchtlinge in der Schule integriert werden.

"Bereits 96 Schülerinnen und Schüler haben die allgemeine Hochschulreife an unserer Schule absolviert", freut sich Maulbetsch. Die Zahl der Absolventen des Umwelttechnischen Gymnasiums, die eine eins vor dem Komma erreichten, stieg von 5 Prozent im ersten Schuljahr auf 20 Prozent im vergangenen Schuljahr. Der jüngste Jahrgang ist einzügig, es gab aber auch schon zwei Klassen eines Jahrgangs. Den Vorteil des Profilfachs Umwelttechnik beschreibt Krischak in dessen Zukunftsorientierung. Durch die interdisziplinäre Ausrichtung werden naturwissenschaftliche Themenfelder miteinander verschränkt. Auch betriebswirtschaftliche und rechtliche Aspekte werden beleuchtet.

Infos für Schüler und Eltern
Der Tag der offenen Tür des TG am Mittwoch richtet sich an Schüler und Eltern. Sie können sich dabei über Inhalte, Voraussetzungen und Anschlussmöglichkeiten des TG informieren, Lehrer kennenlernen und diesen Fragen stellen. Vorführungen für sie gibt es unter anderem in Chemie, der Nutzung regenerativer Energien und in Physik. Dazwischen können die Besucher es sich im Café wohlergehen lassen.

Termin: Tag der offenen Tür, Technisches Gymnasium Umwelttechnik, Mittwoch, 7. Dezember, 16 bis 19 Uhr.

Umwelttechnik

Inhalte des Profilfachs

am Technischen Gymnasium

» Umweltschutz (Reinhaltung von
Wasser, Boden und Luft).
Einsatz erneuerbarer Energien,
wie Solar-, Bio- und Windenergie
sowie Wasserkraft.
» Ressourcenschonender Einsatz
von Energie und Rohstoffen.
Elektromobilität.
» Energiesparendes Bauen.
Betriebswirtschaftliche und
rechtliche Aspekte.  

Autor: BZ

Autor: Peter Gerigk