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27. Mai 2009

Vermehrt verschwundene Katzen

Kurz gefragt mit Hannelore Nuss über Katzenfänger

  1. Hannelore Nuss Foto: Privat

RHEINFELDEN. Zurzeit erhält der Rheinfelder Tierschutzverein vermehrt Meldungen über verschwundene Katzen. Auch in Lörrach, Waldshut und Weil am Rhein häufen sich derartige Vorfälle. BZ-Mitarbeiter Moritz Lehmann befragte Hannelore Nuss, Vorsitzende des Tierschutzvereins Rheinfelden zum Thema.

BZ: Was hat es mit dem Verschwinden der Katzen auf sich?

Hannelore Nuss: Es kann natürlich sein, dass eine Katze für ein paar Tage verschwindet, weil sie versehentlich irgendwo eingesperrt wurde. Wenn eine Katze aber länger weg bleibt, ist es nicht auszuschließen, dass sie in einem Versuchslabor gelandet oder jemand auf ihr Fell aus ist, um daraus Accessoires wie zum Beispiel Schüssel-Anhänger herzustellen. Seit März haben wir etwa 15 Vermisstenmeldungen erhalten.

BZ: Wie werden die Katzen gefangen?

Nuss: Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel mit Hilfe eines Transporters mit Klapptüren, bei dem im Innenraum ein Spezial-Zerstäuber steckt, der die Katzen mit einer chemischen Substanz anlockt. Aber auch Altkleidersäcke und Mülltonnen sind gängige Mittel.

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BZ: Was kann der Katzenhalter tun, um sein Tier zu schützen?

Nuss: Das ist natürlich schwierig, denn viele Katzen sind Freigänger. Es empfiehlt sich, verschärft ein Auge auf seine Katze zu werfen. Katzen folgen meist einem gewissen Tagesrhythmus. Man sollte darauf achten, wann die Katze zurück kommt, und prüfen, ob sie das auch regelmäßig tut. Es gibt immer wieder Nachbarn, die nicht gerne Katzen in ihrem Garten haben. Da gab es auch schon Fälle, wo die Schrotflinte zu Rate gezogen wurde. Jetzt, wo die Urlaubszeit anfängt, möchte ich die Bevölkerung bitten, vor dem Abschließen von Garagen und Kellern nochmal nachzusehen, Katzen sind flink. Katzenhaltern rate ich davon ab, die Fenster zu kippen, an gekippten Fenstern können sich die Tiere nämlich leicht erhängen.

Autor: mor