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25. Februar 2009
Wenn das Knie schmerzt, gibt es medizinische Hilfe
Chefarzt Wolfgang Birkner am Kreiskrankenhaus Rheinfelden informierte über Heilmethoden und operative Behandlungen
RHEINFELDEN (ibö). Damit Gehen keine Probleme macht, muss das Knie funktionieren. Vor allem im fortgeschrittenen Alter kann das Gelenk aber Probleme machen. Doch auch junge Menschen sind nicht davor gefeit, medizinisch in die Knie zu gehen. Kein Wunder also, dass der Vortrag von Chefarzt Dr. Wolfgang Birkner "Das schmerzhafte Kniegelenk − Therapie für Jung und Alt" bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Kreiskrankenhaus kürzlich großes öffentliches Interesse fand.
Bei der Power-Point-Information mit Bildern aus der medizinischen Praxis erhielten die Zuhörer im Sitzungssaal des Rathauses einen umfassenden Einblick in die Verschiedenartigkeit von Erkrankungen des Kniegelenks und die unterschiedlichen Behandlungsmethoden von Fall zu Fall. Chefarzt Wolfgang Birkner verstand es anschaulich zu vermitteln, dass Schmerzen im Knie unterschiedliche Ursachen haben können, die Medizin heute aber über vielfältige Heilungsmöglichkeiten verfüge, angefangen von der Physiotherapie über den operativen Eingriff bis zum Ersatzgelenk.
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Die interessierten Zuhörer erfuhren dabei, dass Knieverletzungen sowohl durch Knorpelverschleiß, als auch Knochenbruch, Meniskus- oder Kreuzbandriss entstehen und je nach Ursache zu behandeln sind. Ein Knie, das im Alterungsprozess abnutzt und unter Arthrose oder der besonders schmerzhaften Form Arthritis leidet, gehört aber heute zu den Massenerscheinung, die laut Birkner 7 Millionen Menschen in der Bundesrepublik betreffen. Birkner gab einen Einblick in die modernen operativen Methoden, die meist erst angewendet werden, wenn andere Behandlungen nicht mehr helfen. "Alle vier Wochen Cortison zu spritzen", so der Chefarzt "habe keinen Wert". Dennoch erweist es sich meist als längerer Prozess, ehe der Chirurg und Orthopäde operativ eingreift. Für kleine Korrekturen gibt es auch arthroskopische Eingriffe oder Lösungen wie Knorpelzüchtungen. Die sind nach Meinung des Chefarztes aber eher "kritisch zu sehen".
Beim Einsatz eines künstlichen Kniegelenks handelt es sich heute um eine Routineoperation, bei der erfahrungsgemäß "90 Prozent nach der Operation zufrieden" sind. Ein geringes Restrisiko bleibe auch hier durch Infektionsgefahr oder Teilsteife. Grundsätzlich handelt es sich beim künstlichen Kniegelenk, das vor über 100 Jahren schon in einer einfachen Version hergestellt wurde, um ein "Ersatzteil". Für einen Menschen im fortgeschrittenen Alter, gab Birkner zu bedenken, könne es aber eine Lösung sein, wenn damit schmerzfreie Beweglichkeit erreicht werden kann, die wieder Radfahren oder Schwimmen erlaube.
Die Zuhörer nahmen die beruhigende Erfahrung mit nach Hause, dass es für fast jedes Problem eine individuelle medizinische Lösung gibt. Allerdings nicht immer gleich von heute auf morgen: Wer sich für eine Operation entscheidet, teilte Birkner auf Anfrage mit, muss am Kreiskrankenhaus Rheinfelden mit Wartezeiten bis zu drei Monaten rechnen. Für Mitglieder des Fördervereins fügte er lachend als gute Nachricht an, vielleicht zwei Wochen weniger.
Autor: ibö
