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16. September 2013

Das Beste daraus gemacht

Der Internationale Flugtag der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald litt sehr unter dem schlechten Wetter.

  1. Propeller-Kunst: Wenn beim Flugtag in Hütten schon das Wetter nicht mitspielte, zauberten die Flugzeuge wundersame Gebilde an den Himmel wie hier ein Propellerflugzeug vom Typ Pilatus PC 7. Foto: hrvoje miloslavic

RICKENBACH-RÜTTEN. Wenig Glück war der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald am Wochenende beschieden. Über anderthalb Jahre an Vorbereitung durch das Organisationsteam rund um Dennis Stächelin fielen Regen und einer tief hängenden Wolkendecke zum Opfer. Mit deutlich reduziertem Programm, dafür aber bei freiem Eintritt, musste der Internationale Flugtag Hütten-Hotzenwald über die Bühne. Allzu geknickt wirkte der Vereinspressesprecher der Segelfluggruppe Wehr, Bernhard Egger, allerdings nicht. "Wir haben das Beste daraus gemacht".

"Natürlich ist eine gewisse Enttäuschung da", bestätigte Egger auf Nachfrage der BZ. "Wir hatten einen großartigen Flugtag geplant, der dann so nicht stattfinden konnte". Die Entscheidung, trotz ungünstiger Wetterprognose auf eine Verschiebung des Flugtages auf den Ausweichtermin am kommenden Wochenende zu verzichten, verteidigte Egger aber. Wir wussten wenigstens, was uns an diesem Wochenende wettermäßig erwartet", erklärte er. Es habe gegolten, das Risiko zu minimieren, aufgrund von jahreszeitlich bedingten Temperaturen am Ausweichtermin noch schlechtere Bedingungen vorzufinden, so Egger.

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Von einem Desaster für die Luftsportgemeinschaft konnte aber keineswegs die Rede sein. Trotz reduzierten Programms fanden am Samstag immerhin 700 Besucher den Weg zum Flugplatz in Hütten. Sogar deutlich darüber fiel die Resonanz am Sonntag aus, der besonders viele Familien zum Flugtag gelockt zu haben schien.

Highlight eines durchaus sehenswerten "Restprogrammes" waren zwei Antonov-Maschinen sowjetischer Bauart, die vom Basler Verein "Starflight" zum Flugtag beigesteuert wurden. Vereins-Vize Andi Miescher und Piloten-Kollege Marcel Weber standen den Besuchern mit Informationen zu technischen Details des größten Doppeldeckers der Welt sowie zum nicht kommerziell betriebenen Flugbegleitprogramm von "Starflight" zur Verfügung. Echte Nachbarschaftshilfe leisteten auch die beider Schweizer Piloten Paul Ruppeiner und Simon Maurer. Trotz der Absage durch die Veranstalter hatten es sich die beiden Piloten nicht nehmen lassen, auf eigene Rechnung den Flugtag mit ihren beiden Flugzeugen vom Typ Pilatus PC 7 zu bereichern, die als hochgeschätzte Militärübungsmaschine weltweit Verwendung findet. "Geld ist das eine, die Freude am Fliegen ist das andere", erklärt Ruppeiner, der einst beim Schweizer Militär seine Pilotenkarriere begann. Die beiden eidgenössischen "Helden der Lüft" sorgten mit ihrem spektakulären Start zum Heimflug am Samstag für einen umjubelten Höhepunkt.

Anerkennenden Applaus gab es vom Publikum auch für die Modellfluggruppe aus Schopfheim, die mit 15 Modellen beim Flugtag in Hütten vorstellig geworden war. Martin Hug sorgte mit seinem Sohn Yannick beim Modellkunstflug etwa mit einer "Corsair" und einer "Cesna 310" für Begeisterung. Stefan Brutschin präsentierte eine beeindruckende Vorführung mit einem Modellhelikopter.

Das Publikum, das außerdem zwei vereinseigene Schlepper, zwei Motorsegler sowie ein Segelflugzeug aus nächster Nähe zu Gesicht bekam, zeigte sich vom schlechten Wetter unbeeindruckt. "Die Veranstalter tun mir halt leid", erklärt Rainer Stepanek aus Laufenburg, der mit seinem Sohn Jonas Gefallen an dem ausgestellten Segelflugzeug der Luftsportgemeinschaft gefunden hatte. Er interessiere sich sehr für die Flugzeuge, erklärte er. "Wir machen einfach das Beste daraus".

Weitere Bilder vom Flugtag gibt es im Netz: http://www.badische-zeitung.de

Autor: Hrvoje Miloslavic