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08. Juni 2013

Dicke Brummer und leichte Hüpfer

Für den Flugtag am 14. und 15. September kündigt sich ein abwechslungsreiches Spektakel am Himmel an.

  1. Die drei Ultraleichtflugzeuge des Typs Ikarus C-42 der Formation Grasshoppers wollen über Hütten spektakuläre Manöver zeigen. Foto: privat

  2. Hatten die Zuschauer mit ihrem Himmelsballett begeistert: die Hubschrauberformation Tango Bleu. Foto: privat

RICKENBACH. Der Flugtag am 14. und 15. September in Hütten rückt näher und näher – und die Liste an Attraktionen, die an diesem Wochenende auf die Zuschauer wartet, wird länger und länger. Klar ist schon jetzt, dass am Himmel über dem Segelflugplatz wieder Spektakuläres abspielen wird.

Mit der Antonov II hat sich ein ganz dicker Brummer angesagt, nämlich der größte Doppeldecker der Welt. Von außen ist der Flieger komplett überholt, der Innenraum wurde so originalgetreu wie möglich belassen – ein zusätzlicher Reiz für Besucher des Flugtages, die selber in die Luft gehen wollen. Mit der Antonov II der Donauair werden in Hütten Rundflüge angeboten.

An Bord der Swift S-1 von Stefan Knecht ist kein Platz für einen zusätzlichen Passagier. Aber ein entspannter Flug wäre sowieso nicht zu erwarten, denn der Schweizer wird Segelkunstflug der Extraklasse zeigen. Das Flugzeug aus Polen wurde extra für den Kunstflug konzipiert und ist extrem wendig. Der Segler hält die extremen Kräfte aus, die bei den rasanten Manövern bei einer Höchstgeschwindigkeit von 287 Stundenkilometer entstehen.

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Mit 450 Stundenkilometer noch schneller ist die Yak-55 von Roland Kirchhofer – sie wird aber auch durch einen Neun-Zylinder-Sternmotor mit 360 PS angetrieben. Aber auch sie ist in der Luft dank einer relativ geringen Spannweite außerordentlich wendig – kein Wunder, wurde sie doch Anfang der 80er Jahre eigens für die sowjetische Kunstflugauswahlmannschaft entwickelt.

Für beinahe romantische Momente hatten schon beim Flugtag 2009 die Hubschrauberformation Tango Bleu mit ihrem Tanz am Himmel gesorgt und die Zuschauer dermaßen begeistert, dass für das Organisationsteam klar war, sie wieder einzuladen, sagt Pressesprecher Bernhard Egger. Koy Sakuna, französischer Meister im Sport-Hubschrauberflug der Jahre 2004 und 2005 sowie Thierry Basset, Trainer der französischen Nationalmannschaft im Sport-Hubschrauberflug sowie Vizeweltmeister 1996 werden ihr neues Programm vorführen.

Mit den Grass Hoppers wird erstmals in Hütten eine Formation von Ultraleichtflugzeugen gezeigt. Sie besteht aus drei Ikarus C-42, dem meist gebauten Ultraleichtflugzeug Europas. Sie wiegen nur rund 280 Kilo und sind damit leichter als ein Segelflugzeug. Heinz Korella aus Eschbach fliegt mit seinen ehemaligen Flugschülern Erik von der Dolder und Dennis Piroschinski klassische Formation, Breaks und ultraleichttypische Manöver.

Das Flugzeug mehr oder weniger nur zur Anreise nutzen die Fallschirmspringer des Breisgauvereins für Fallschirmsport. Sie werden voraussichtlich aus einem Porter PC6 springen und – sofern es keine unerwarteten Windeinflüsse geben wird – auf dem Segelflugplatz Hütten landen.

Autor: Katja Mielcarek